Stahlindustrie

Salzgitter profitiert vom Boom im Flachstahlgeschäft

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter kommt besser voran als erwartet, wobei das weiter florierende Geschäft mit Flachstahl in Europa hilft. Auch der Schutz der EU vor einer "Stahlschwemme" aus Übersee wirkt.

Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter hat in den ersten neun Monaten von einem weiterhin florierenden Flachstahlgeschäft in Europa profitiert. Vor Steuern verdiente der Konkurrent der Voestalpine zwischen Jänner und September 284,6 Mio. Euro. Das waren 63 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Konzern mitteilt.

Der Überschuss legte um 72 Prozent auf 194 Mio. Euro zu. Der Umsatz zog im gleichen Zeitraum um 1,7 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro an. Die Erwartungen der Analysten konnte der Konzern insgesamt schlagen.

Schutz der EU vor Dumpingstahl aus Übersee wirkt

Gleichzeitig zeigten die seit Mitte Juli umgesetzten EU-Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahlimporte Wirkung, auch Kosteneinsparungen wirkten sich positiv aus.

White Paper zum Thema

Prognose bestätigt

Salzgitter hat jetzt auch seine erst im September angehobene Ergebnisprognose bestätigt. Der Vorsteuergewinn soll zwischen 300 und 350 Mio. Euro erreichen. Der Umsatz soll wie bisher erwartet gegenüber dem Vorjahr geringfügig steigen und bei 9 Mrd. Euro herauskommen. (dpa-AFX/APA/red)

Aktuell aus der Stahlindustrie:

Thyssenkrupp droht hohe Kartellstrafe - Ermittlungen auch gegen die Voest >>

Andritz liefert Ofenanlage für Deutsche Edelstahlwerke >>

Daimlers Finanzchef Uebber soll Chefkontrolleur von Thyssenkrupp werden >>

Streiks der Metaller gehen weiter - jetzt bei Andritz und Voestalpine >>

Verwandte tecfindr-Einträge