Luftfahrt

Ryanair: "Sehr schwieriges erstes Jahr" für Laudamotion

Niki Laudas Billigflieger, an dem die irische Ryanair bald die Mehrheit hält, muss vor Gericht gegen Lufthansa bestehen - und am Markt steigende Kosten für Kerosin bewältigen. Der Verlust fällt höher aus als erwartet.

Die heimische Billigairline Laudamotion kämpft nicht nur um neun Flugzeuge, die sie von der AUA-Mutter Lufthansa geleast hat, sondern auch mit steigenden Kerosinkosten. Zudem seien die Ticketpreise niedriger ausgefallen als erwartet.

All dies münde in einem "sehr schwierigen" ersten Jahr für Laudamotion, schreibt die künftige Mutter Ryanair im Bericht zu ihrem ersten Geschäftsquartal 2018/2019.

Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet bei Laudamotion nun mit einem Verlust von 150 Millionen Euro im ersten Jahr. Ursprünglich ging man davon aus, dass Laudamotion ein Minus von 100 Mio. Euro einfliegt, hieß es. Wichtiger Grund ist auch der Streit von Ryanair und Laudamotion mit der Lufthansa: Wegen Streit mit Lufthansa: Auf Laudamotion wartet ein heißer Herbst >>

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Iren wollen ihre Beteiligung auf 75 Prozent aufstocken

Bei der irischen Ryanair schlug die 24,9-Prozent-Beteiligung von April bis Juni mit minus 9 Millionen Euro zu Buche. Gewinne sollen bei Laudamotion im dritten Geschäftsjahr geschrieben werden. Davon ging auch Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber vergangene Woche aus, als er neue Verbindungen verkündete und betonte, dass es die anfänglichen Startschwierigkeiten nicht mehr gebe.

Die Iren halten zurzeit knapp ein Viertel an der Nachfolge-Gesellschaft der früheren Air-Berlin-Tochter Niki und wollen ihre Beteiligung in den kommenden Wochen wie geplant auf 75 Prozent aufstocken. Das restliche Viertel will der österreichische Airline-Gründer Niki Lauda behalten. Er hatte Niki Anfang 2018 nach dem Aus für Air Berlin übernommen und kurz darauf überraschend Ryanair an Bord geholt. (dpa-afx/apa/red)