Autoindustrie

Rückruf bei Daimler kleiner als gedacht

Daimler ruft wie zuvor angekündigt europaweit 690.000 Diesel in die Werkstätten zurück. Für Österreich liegen noch keine Zahlen vor.

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Der deutsche Autobauer Daimler ruft - wie bereits angekündigt - wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 690.000 Diesel in die Werkstätten zurück. Ursprünglich war die Rede von 774.000 Autos gewesen.

In Österreich rund 18.000 Fahrzeuge betroffen

In Österreich sind laut Angaben eines Daimler-Sprechers zum Zeitpunkt als der Rückruf Mitte Juni ursprünglich bekannt wurde 18.000 Pkw und Transporter betroffen. Neue Angaben für Österreich waren vorerst nicht zu erhalten.

In Deutschland sind nun 280.000 Kfz betroffen, dort war ursprünglich die Rede von 238.000. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte den Rückruf Mitte Juni nach einem Treffen mit Konzernchef Dieter Zetsche angekündigt. Damals war zunächst eben von insgesamt 774.000 Fahrzeugen die Rede. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat demnach nun bereits mit der Prüfung neuer Abgas-Software begonnen. Zuerst hatte das Magazin "Der Spiegel" über die Anordnung berichtet.

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Daimler betonte, man kooperiere mit den Behörden. Wie zuvor schon beim Kleintransporter Vito legt der Hersteller aber auch gegen den neuen Bescheid Widerspruch ein. Auf der Liste stehen nun neben dem Vito, bei dem das KBA schon eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, laut Ministerium unter anderem Varianten der C-, E-und S-Klasse oder der SUVs GLC, GLE und GLS. Betroffene Halter will Daimler informieren. Der Konzern hält die beanstandeten Funktionen nicht für illegal und will deshalb eine rechtliche Klärung.

Das Ministerium erläuterte, durch die eingebauten Einrichtungen könne es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen (NOx) kommen. Daimler muss die unzulässige Software entfernen. Der zunächst nur den Vito betreffende Rückruf wurde bereits am 3. August auf die anderen Fahrzeuge ausgedehnt, wie es hieß. (dpa/apa/red)

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