Maschinenbau

Rekordumsatz und neue Chefs bei Doppelmayr

Der Vorarlberger Weltmarktführer im Seilbahnbau meldet einen neuen Rekordumsatz für das vergangene Geschäftsjahr. Die Vorstände Michael Doppelmayr und Hanno Ulmer wechseln vom Vorstand in den Aufsichtsrat.

Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr Holding SE, Weltmarktführer im Seilbahnbau, hat im Geschäftsjahr 2018/19 einen Rekordumsatz von 935 Mio. Euro verzeichnet. Das entspricht einer Steigerung von 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (846 Mio.). Das Konzernergebnis nach Steuern stieg auf 141 Mio. Euro (Vorjahr 102 Mio.), wie das Unternehmen bekannt gab.

Doppelmayr und Ulmer wechseln in den Aufsichtsrat

Der Rekordumsatz sei auf den erfolgreichen Abschluss mehrerer Projekte zurückzuführen, darunter diverse Stadtseilbahnen in Lateinamerika, erklärten die Manager des Seilbahnkonzerns, Vorstandsvorsitzender Michael Doppelmayr und Finanzvorstand Hanno Ulmer bei der Bilanzpressekonferenz am Firmenstandort in Wolfurt (Bezirk Bregenz).

Beide wechseln nun vom Vorstand in den Aufsichtsrat. Die 28. Bilanzpressekonferenz der Firma Doppelmayr war die letzte, die von Michael Doppelmayr und Hanno Ulmer abgehalten wurde. Sie seien beide seit Freitag Mitglieder des Aufsichtsrats, erklärte Doppelmayr. Als geschäftsführende Direktoren folgen ihnen, wie bereits im Mai bekanntgegeben, die beiden langjährigen Mitarbeiter Thomas Pichler und Istvan Szalay nach.

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Doppelmayr, Vorarlberg, v.l., Hanno, Ulmer, István, Szalai, Thomas, Pichler, Michael, Doppelmayr © APA/DOPPELMAYR/STUDIO FASCHING

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Wichtige Aufträge in Lateinamerika

So entstammte 2018/19 denn auch ein großer Anteil der Umsätze aus Lateinamerika (19 Prozent), 18 Prozent kamen aus den USA und Kanada. 17 Prozent wurden in der Schweiz, Frankreich und Italien erwirtschaftet, ebenfalls 17 Prozent in Österreich und Deutschland - insgesamt stammte also rund ein Drittel des Umsatzes aus den Alpenländern. Der Großteil der 128 umgesetzten Projekte entfiel mit 90 auf das Segment Winter. Ein potenzieller Zukunftsmarkt sei hier China - die Regierung habe große Ziele im Skibereich, wie die Bevölkerung den Skisport tatsächlich annehme, sei offen, erklärten Doppelmayr und Ulmer.

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Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg um rund 15 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro, das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis auf 153 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio.). Den Anstieg des Konzernergebnisses um rund 40 Prozent auf 141 Millionen Euro erklärte Ulmer wiederum mit der Abrechnung größerer Aufträge wie zum Beispiel der Stadtseilbahn in La Paz und El Alto in Bolivien, wo in den vergangenen fünf Jahren das weltweit größte städtische Seilbahnnetz entstand: Hier habe man fünf Jahre gearbeitet, nun sei abgerechnet worden, so Ulmer. Im März 2019 wurde die zehnte Linie eröffnet.

Die Aufträge des Unternehmens stiegen von 257 Mio. Euro im Vorjahr auf 314 Mio., was laut Ulmer daran liegt, dass mehrere Projekte mit langer Fertigungsdauer noch nicht übergeben worden seien. Die Forderungen stiegen von 213 Mio. Euro im Vorjahr auf 283 Mio. an. Gleichzeitig wuchs der Kassenbestand laut Ulmer "erfreulicherweise" auf 545 Mio. Euro (Vorjahr 456 Mio.). Das Anlagevermögen sei im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Mio. Euro höher, "weil wir 43 Millionen investiert haben", erklärte Ulmer - fast zur Hälfte seien diese Investitionen in den Standort Wolfurt geflossen.

"Gute kontinuierliche Aufwärtsentwicklung" beim Personal

Im Personalbereich gibt es laut Ulmer eine "gute kontinuierliche Aufwärtsentwicklung", der Mitarbeiterstand sei um rund fünf Prozent gestiegen, die Personalaufwendungen von 219 auf 239 Mio. Euro. Fast genau die Hälfte der rund 3.080 Mitarbeiter ist in Wolfurt beschäftigt.

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Die Bilanzpressekonferenz wurde heuer statt im November bereits im September abgehalten, da Doppelmayr seit Jänner eine Europäische Aktiengesellschaft nach europäischem Recht - eine SE - ist. Bei dieser Gesellschaftsform müssen die Zahlen drei Monate früher als bei der AG, nämlich bereits sechs Monate nach dem Bilanzstichtag, veröffentlicht werden. (apa/red)

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