Autoindustrie

PSA will über Kanada in die USA zurückkehren

Die französische Konzernmutter von Opel plant ihre Rückkehr auf den nordamerikanischen Markt zunächst über Kanada. Grund sind mögliche neue Zölle in den USA. Peugot hat das Land im Jahr 1991 verlassen.

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Der französische Autobauer PSA erwägt im Falle von US-Strafzöllen auf Autos einen Markteinstieg in Kanada statt in den USA. "Die Zölle hätten einen Einfluss darauf, wie schnell und zu welchem Preis wir auf den US-Markt zurückkehren", sagte PSA-Nordamerika-Chef Larry Dominique in Detroit.

Er verwies zugleich darauf, dass Kanada im Rahmen eines neuen Freihandelsabkommens keine Zölle auf Autos aus europäischer Herstellung erheben wolle. Die Opel-Mutter PSA könne damit Kanada den USA für eine Rückkehr nach Nordamerika vorziehen.

Autokonzern hat die USA 1991 verlassen

PSA mit den Marken Peugeot, Citroen und Opel hatte bisher eine Rückkehr in die USA bis 2026 geplant. Der Hersteller hatte den US-Markt 1991 verlassen.

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US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen eine Reihe von Strafzöllen verhängt, die unter anderem die EU und China treffen. Trump drohte zuletzt auch höhere Zölle auf europäische Autos an. (afp/apa/red)

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