Bauindustrie

Porr erhöht ihre Verluste trotz vieler neuer Aufträge

Der zweitgrößte heimische Baukonzern Porr hat in den letzten Monaten besonders viele Aufträge an Land gezogen, unter anderem in Deutschland und Norwegen. Unter dem Strich steht aber für das erste Quartal ein Minus.

Bauindustrie Porr Standort Wien Deutschland Norwegen Karl-Heinz Strauss

er in Wien börsennotierte Baukonzern Porr hat im ersten Quartal des Jahres zwar besonders viele Aufträge an Land gezogen und die Produktionsleistung gesteigert, mit dem Geschäft aber vorerst mehr Verlust gemacht als in der Vorjahresperiode. Grund sei der wetterbedingt späte Start in die Bausaison, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Das Geschäft in Deutschland brummt

Vor allem in Deutschland lief das Geschäft dank Zukäufen und einem Ausbau des Leistungsangebots gut. Auch in Norwegen und Großbritannien gab es gute Ergebnisse. Die Produktionsleistung legte um 18,4 Prozent auf 768 Mio. Euro zu, wobei alle Unternehmensbereiche zweistellig wuchsen. "Vor dem Hintergrund unserer hervorragenden Auftragslage blicken wir zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr", wird Firmenchef Karl-Heinz Strauss zitiert. Der Vorstand gehe für das laufende Jahr von einer Leistungs- und Ergebnissteigerung aus.

Das Ergebnis ließ bisher zu wünschen übrig. Der Verlust vor Steuern (EBT) weitete sich um 10,2 Prozent auf 11 Mio. Euro aus, der operative Verlust (EBIT) um 40,2 Prozent auf 8,2 Mio. Euro.

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Durch die Begebung eines Hybridkapitals (123,5 Mio. Euro) stieg das Eigenkapital an, die Eigenkapitalquote erreichte Ende März 2017 24,0 Prozent (Ende Dezember 2016: 18,7 Prozent). Die Nettoverschuldung stieg aufgrund der Reduzierung der liquiden Mittel zum 31. März 2017 um 248,5 Mio. auf 195,2 Mio. Euro an, heißt es. (apa/red)

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