Autoindustrie

"Passat" weniger gefragt - VW rechnet weiter mit Kurzarbeit in Emden

VW verkauft weniger Fahrzeuge der Baureihe "Passat" als erwartet. Im Werk im norddeutschen Emden rechnet Volkswagen auch nächstes Jahr mit Kurzarbeit. Der Standort soll auf Elektroautos umgestellt werden und in knapp zehn Jahren wieder voll ausgelastet sein.

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Der Volkswagen-Konzern will die hohen Investitionen für seine Elektro-Offensive durch wachsende Produktivität und Effizienz ausgleichen. Die eigenen Produkte und die der Partner sollten dabei CO2-neutral sein, sagte VW-Produktionschef Andreas Tostmann vergangene Woche in Emden.

An dem ostfriesischen Standort sollten von 2023 an zwei Produktfamilien mit bis zu fünf Modellen für die drei Marken VW, Skoda und Seat an den Start gehen. Ob dort auch ein Batteriewerk angesiedelt werden könnte, ließ Tostmann offen.

Das Emder Werk soll sich bis 2027 von Modellen mit Verbrennungsmotoren wie Passat und Arteon verabschieden und mit 300.000 E-Autos pro Jahr voll ausgelastet sein. Geplant sind 200.000 Kleinstwagen sowie 100.000 Fahrzeuge von der Passat-Größe bis zur gehobenen Mittelklasse. Derzeit bietet VW sechs batterieelektrische Modelle, 2025 werden es nach Angaben von Tostmann mehr als 50 sein.

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Wegen der Flaute beim Passat-Absatz wird auch im kommenden Frühjahr mit Kurzarbeit im Emder Werk gerechnet. Ende Jänner soll die Produktion von 1.170 auf 940 Fahrzeuge pro Tag heruntergefahren werden. Ende Februar laufen daher 500 befristete Arbeitsverträge aus. Die Betroffenen bekommen 20.000 Euro Abfindung oder werden bei einem Wechsel zu Porsche oder anderen VW-Standorten unterstützt. (apa/red)

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