Corona-Strategien

Palfinger-CEO Andreas Klauser: „Mit Rabattschlachten ist niemandem geholfen“

Warum Palfinger-Qualität auch in der Corona-Krise ihren Preis hat und gewonnene Ausschreibungen in Indien und Thailand Zuversicht geben, erzählt CEO Andreas Klauser im Interview.

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Fahrt auf Sicht, aber gut gefüllte Auftragsbücher: Palfinger-CEO Andreas Klauser

INDUSTRIEMAGAZIN: Herr Klauser, was lässt sich positives über die Geschäftsentwicklung sagen?

Andreas Klauser: Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, wichtige Ausschreibungen in Indien und Thailand wurden gewonnen. Aber wir fahren auf Sicht. Wir erleben eine stark eingeschränkte Sicherheit der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und den Einfluss auf unsere Geschäftsbereiche. Darum gilt es, flexibel zu sein, schnell zu entscheiden und die Netzwerke zu nutzen.

Wie flexibel müssen Sie denn bei der Preissetzung sein? Ist jetzt die Zeit hoher Rabatte, um zum Abschluss zu kommen?

Klauser: Nein, unsere Arbeit hat ihren Wert und Qualität hat ihren Preis. Mit Rabattschlachten ist niemandem geholfen. Wir sind auch in Krisenzeiten für unsere Kunden voll verfügbar, bieten das beste Preis-Leistungsverhältnis. Und das wird geschätzt.

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Sind Ihre Lieferketten wieder intakt?

Klauser: Dank unserer globalen Aufstellung haben wir mehr Möglichkeiten, um Risiken in der Waren- und Lieferkette zu minimieren. Das hat sich in den vergangenen Wochen bewährt. Deshalb gehört auch weiterhin der Ausbau des weltweiten „Double und Multiple Sourcing“ zu den wichtigsten Aufgaben der Beschaffung.

Werden Sie sich noch mehr aufs Thema Nachhaltigkeit verlegen?

Klauser: Wir werden die Potenziale der digitalen Transformation nutzen, um neuen Ansprüchen zu begegnen. Ein Beispiel: In unserem Innovationsinkubator Palfinger 21st entwickeln wir mit Partnern Technologien, die die Potenziale von künstlicher Intelligenz und Big Data nutzen. Diese werden dazu beitragen, Energie effizienter einzusetzen.

Vielen Dank für das Gespräch!