Roiss vs. Kemler

OMV-Streit geht in die nächste Runde

ÖIAG-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf sowie ÖIAG-Vorstand und OMV-Aufsichtsratschef Rudolf Kemler haben im Zusammenhang mit dem Streit um den vorzeitigen Abgang von OMV-Chef Gerhard Roiss Strafanzeige wegen Verleumdung gegen unbekannte Täter erstattet, so der "Kurier" in seiner Freitagausgabe.

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Im Mittelpunkt steht ein Schreiben, das der "Kurier" am 4. März erhalten hat. In dem Brief werden massive Vorwürfe gegen Wolf, Kemler und den Investor Ronny Pecik erhoben. Kemler hatte schon vor Tagen von einer "Rufmordkampagne" gesprochen

"Es werden in dem Schreiben völlig unwahre, kreditschädigende und strafrechtlich relevante Behauptungen über interne Vorgänge in der OMV aufgestellt", heißt es in der Anzeige von Wolf und Kemler. Es sei "völlig aus der Luft gegriffen und unrichtig, dass zwischen Wolf, der ÖIAG und Kemler eine Bonuszahlung in Höhe von 200.000 Euro vereinbart worden wäre". Kemler soll für den "Abschuss" von OMV-Chef Roiss eine Prämie in Aussicht gestellt worden sein, behauptet der Schreiber.

Es sei eine "glatte Lüge", dass Roiss unter Einsatz einer anonymen Anzeige zum Abgang gezwungen worden sei, sagt Wolf. Die anonyme Anzeige sei erst nach der Vertragsauflösung mit Roiss in Wolfs Briefkasten gelandet. (apa)