Mineralölindustrie

OMV einigt sich mit Gazprom auf Kauf-Variante für das Urengoy-Feld

Geplant war eine "Bezahlung" mit einem 38,5-Prozent-Anteil an der OMV Norge - doch Norwegen wehrte sich gegen den Asset-Tausch.

OMV-Boss Rainer Seele und Gazprom-Chef Alexei Borissowitsch Miller: Kein Asset-Swap für das Urengoy-Feld.

Geplant war eigentlich seit 2016 ein Asset-Tausch: Für einen 25-prozentigen Anteils am Achimov-IV/V-Projekt der Gazprom im Urengoy-Feld wollte der heimische Mineralölkonzern OMV mit seinem 38,5-Prozent-Anteil an der OMV Norge bezahlen. Doch Oslo scheint sich erfolgreich gewehrt zu haben. Jetzt muss der österreichische Öl- und Gasriese OMV  für die geplante Beteiligung am großen Urengoy-Gasfeld der russischen Gazprom in Westsibirien doch tief in die Kassa greifen - der bisher geplante Anteilstausch ist vom Tisch. Am Mittwoch haben sich OMV und Gazprom auf eine Kaufvariante verständigt, die finalen Dokumente sollen Anfang 2019 unterzeichnet werden. Die beiden Konzerne haben sich bislang sich grob auf die Kaufvariante geeinigt und ein sogenanntes "Basic Sale Agreement" unterzeichnet. Die endgültige Kaufvertragsunterzeichnung soll Anfang 2019 erfolgen. In trockenen Tüchern ist der Deal noch nicht. Der Abschluss und der Vollzug des Geschäfts würden unter anderem noch von einer Einigung mit Gazprom über die finalen Transaktionsdokumente sowie von behördlichen Genehmigungen abhängen, hieß es.