Hintergrund

Österreichs metalltechnische Industrie: 130.000 Jobs in Familienhand

Metalltechnische Betriebe produzieren in Österreich ein Viertel des gesamten Produktionswertes. Sie sind großteils in Familienbesitz. Und im Moment müssen sie gegen den Konflikt mit Russland, den Brexit und Chinas Anfeindungen bestehen. Hier die Eckdaten dieses wichtigen Industriesektors.

Die Metalltechnische Industrie mit ihren 130.000 Beschäftigten befindet sich im überwiegenden Maß im Familienbesitz. 85 Prozent der 1.200 Firmen werden familiär geführt.

"Unsere mittelständisch strukturierten Unternehmen produzieren seit Generationen in Österreich und schaffen nachhaltige und langfristige Arbeitsplätze", so Christian Knill, Obmann des Fachverbandes Metalltechnische Industrie.

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Christian Knill selbst führt zusammen mit seinem Bruder Georg Knill die Knill Gruppe im steirischen Weiz. Der Familienbetrieb, der seit über 300 Jahren besteht, erzeugt vor allem Komponenten und Systeme für die Energie-Infrastruktur sowie Sondermaschinen.

Verhandlungsführer der Arbeitgeber bei den jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen ist Veit Schmid-Schmidsfelden, er ist geschäftsführender Gesellschafter der Rupert Fertinger GmbH, die seit rund 60 Jahren auf Präzisionsmetallprodukte für den Automobil- und Sanitärsektor sowie Armaturenkomponenten spezialisiert ist.

Metalltechnische Industrie produziert ein Viertel des österreichischen Produktionswertes  

Die Metalltechnische Industrie hat nach Eigenangaben einen Produktionswert von 35 Mrd. Euro, was ein Viertel des gesamten österreichischen Produktionswertes entspricht. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent.

Der wichtigste Handelspartner ist Deutschland, das sich über eine brummende Konjunktur freuen darf.

Einbußen mussten zuletzt im Geschäft mit Russland, China und Großbritannien hingenommen werden. (apa/red)