Stromwirtschaft

Oesterreichs Energie warnt vor drohender Geldknappheit bei kleineren Versorgern

Österreichs Energieversorger wollen die massiv gesunkenen Großhandelspreise für Strom nicht an die Privatkunden weitergeben. Statt dessen warnt Leonhard Schitter, Konzernchef der Salzburg AG und Präsident von Oesterreichs Energie, vor drohenden Engpässen bei der Liquidität.

Österreichs Energieversorger wollen die massiv gesunkenen Großhandelspreise für Strom nicht an die Privatkunden weitergeben. "Die Strompreise sind auf einem stabilen Niveau und werden das auch für längere Zeit bleiben", sagte der Präsident von Oesterreichs Energie, Leonhard Schitter, dem "Kurier".

Die heimischen Stromversorger haben in einer Studie die Auswirkungen der Coronakrise auf ihre Branche erheben lassen. Die Untersuchung analysiert die Auswirkungen des Shutdowns auf die Stromhändler, die Stromproduzenten und die Netzbetreiber. Alle drei Bereiche leiden demnach unter geringerer Nachfrage und sinkenden Preisen. Der Stromverbrauch etwa sei seit März um mehr als 13 Prozent gesunken, sagt die E-Wirtschaft.

"Die deutliche Erhöhung des Liquiditätsrisikos kann vor allem für kleinere Versorger Finanzierungsprobleme zur Folge haben, die sogar zu Insolvenzen führen könnten", meint Schitter. Er fordert, dass das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, das die Förderungen für den Ökostrom festlegen soll, noch vor dem Sommer beschlossen wird - dann könnte die E-Wirtschaft ein Konjunkturmotor werden. (apa/red)

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