Luftfahrtindustrie

"Österreichische" Auffanglösung für Belair-Mitarbeiter im Gespräch

Die Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair wird mit Ende März aufgelöst. Deren Mitarbeiter klammern sich an Beschäftigungszusagen und mögliche "Auffanglösungen" - die Crews könnten etwa bei "Niki" oder AUA fliegen.

Der scheidende Air-Berlin-Chef Stefan Pichler erklärte den Belair-Mitarbeitern, ihre Firma sei seit "acht oder neun Jahren im Eimer".

„Die Firma ist praktisch seit acht oder neun Jahren im Eimer“: Diese Worte wählte der scheidende Air-Berlin-Chef Stefan Pichler bei einem seiner letzten Auftritte, als er den Belair-Mitarbeitern gegenüber trat. Ende März werde der Betrieb eingestellt. Mittelfristig folge dann auch die rechtliche Liquidierung des Unternehmens.

Laut Medienberichten bekommen die betroffenen Flugbegleiter und Piloten eine einjährige Beschäftigungsgarantie. Sie könnten während dieser Zeit für Air Berlin fliegen - mit Basis in Köln oder Stuttgart. Alternativ sei allerdings auch ein Einsatz bei "Niki" mit Standort Zürich denkbar - mindestens bis Ende 2017, allenfalls auch für zwölf Monate. Noch seien aber bei der zweiten (österreichischen) Lösung nicht alle Details geklärt. Danach sei, so heißt es, eine Anstellung bei Air Berlin in Deutschland möglich - zu deutschen Konditionen. Auch das Bodenpersonal werde vorerst weiterbeschäftigt, im Einsatz etwa bei Schulungen.

Die NZZ nannte als „Retter“ für die Belair-Mitarbeiter auch die AUA. Demnach könnten die Crews für mindestens zwölf Monate bei Belair angestellt und in Zürich stationiert bleiben, faktisch würden sie aber "vermietet" und auf Strecken von Eurowings und Austrian Airlines (AUA) eingesetzt, so die NZZ. (apa)