Maschinenbau

Oberösterreichische BWT legt beim Gewinn deutlich zu

Der Wassertechnologiehersteller BWT hat sein Ergebnis im ersten Halbjahr spürbar gesteigert. Das Unternehmen baut gerade ein neues Werk, kauft Liegenschaften in Dänemark und arbeitet seit Monaten an seinem Rückzug von der Börse.

Maschinenbau Wasseraufbereitung BWT Ergebnisse Börsenabgang

Das Wassertechnologie-Unternehmen Best Water Technology (BWT) mit Sitz in Mondsee, das seit Monaten an seinem Börsenrückzug arbeitet, hat Umsatz und Ergebnis heuer im ersten Halbjahr spürbar gesteigert. Der Konzerngewinn nach Minderheiten erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 9,5 Mio. auf 12,7 Mio. Euro, wie BWT soeben mitgeteilt hat.

Die Verkaufserlöse stiegen um 16,2 Prozent von 265,7 Mio. auf 308,7 Mio. Euro; bereinigt um die neue Konzernstruktur betrug das Umsatzplus 9,4 Prozent - die börsennotierte BWT AG verschmolz mit der neu gegründeten 100-Prozent-Tochter BWT Holding AG und will damit ein Delisting von der Börse durchsetzen. Zu dem Umsatzanstieg im ersten Halbjahr hätten vor allem die höheren Umsätze in der Haustechnik in Deutschland und Österreich sowie im Pharmageschäft beigetragen.

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im Berichtszeitraum um 19,3 Prozent auf 18,1 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigte heuer im ersten Halbjahr 3.272 Mitarbeiter - in der Vorjahresperiode waren es 2.641 Vollzeitkräfte.

Der Personalaufwand und die Abschreibungen seien in Relation zum Umsatz gesunken, das Finanzergebnis habe sich verbessert. Der operative Cashflow verringerte sich von 15,1 auf 12,2 Mio. Euro. Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden von 6 auf 7,1 Mio. Euro nach oben geschraubt.

Die Nettoverschuldungsquote ging von 9,9 Prozent im Vorjahr auf 0,2 Prozent zurück. Gleichzeitig sank die Eigenkapitalquote von 42,4 auf 39,3 Prozent.

Bau eines neuen Werks in der zweiten Jahreshälfte

In der zweiten Jahreshälfte will das Management die Werbeausgaben erhöhen und die Marke BWT ausbauen. Die Investitionen in Sachanlagevermögen werden den Unternehmensangaben zufolge durch die Errichtung eines neuen Werkes, durch den Erwerb der bisher gemieteten Liegenschaft in Dänemark und weiteren Kapazitätsausbau geprägt sein und über dem Niveau des ersten Halbjahres liegen.

Im Gesamtjahr 2016 wird der Konzernumsatz laut BWT voraussichtlich rund 600 Mio. Euro betragen - nach rund 535 Mio. Euro im Vorjahr. Es sind aber "keine wesentlichen Steigerungen des Konzernergebnisses" zu erwarten. Grund dafür seien die geplanten Werbeaufwendungen sowie die "Ertragsrisiken unter anderem am russischen Markt".

2015 war der Konzerngewinn vor Minderheiten um 15,2 Prozent auf 8,9 Mio. Euro eingebrochen - wegen der "herausfordernden Wirtschaftslage in Russland" mit den damit einhergehenden Währungsdifferenzen zwischen Euro und Rubel sowie "notwendigen Abwertungen von Unternehmenswerten". (APA/red)

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