Molkerei

NÖM verlässt die Ukraine

Verkaufpläne des Mehrheitseigentümers Raiffeisen für die NÖM erneut dementiert.

Nahrungsmittelindustrie NÖM

Die zweitgrößte heimische Molkerei NÖM zieht sich aus der Ukraine zurück und sucht einen Käufer für ihre dortige Molkerei bei Kiew. "Die Immobilie ist fertig und steht zum Verkauf. Wir haben keine Ambitionen, dort zu produzieren", sagte NÖM-Chef Alfred Berger im "Kurier"-Interview (Montagausgabe).

Erneut dementierte Berger Verkaufpläne des NÖM-Mehrheitseigentümers Raiffeisen für die niederösterreichische Molkerei. "Es gibt keine Verkaufsgespräche. Was stimmt, ist, dass wir zwei Monate lang drei Experten aus Frankreich, England und den USA im Haus hatten", so Berger. Auch andere Unternehmen hätten von Zeit zu Zeit Berater im Haus.

Große Möglichkeiten sieht der NÖM-Chef in China. In einem ersten Schritt will man Haltbarmilch und Milchmischgetränke nach China liefern. "Da erhoffen wir uns mit der österreichischen Qualität und unseren Innovationen einiges", so Berger. Die NÖM peilt auch nicht ganz China an. "Eine große Stadt in China hat zwischen 20 und 30 Millionen Einwohner, das ist das 3-Fache von ganz Österreich. Also einige Städte in China würden uns schon reichen."

China hat aktuell ein Milch-Defizit - also eine zu geringe Produktion - von 40 Milliarden Kilogramm. Die gesamte EU-Produktion liegt bei 120 Milliarden Kilo, in Österreich beläuft sich die Produktion auf drei Milliarden. (APA)