LKW-Maut

Neues Lkw-Mautsystem in Tschechien

Tschechien hat im Dezember sein Lkw-Mautsystem umgestellt. Statt des bisherigen Mikrowellensystems der österreichischen Firma Kapsch ist nun ein satellitengestütztes System in Betrieb, das eine neue Bordeinheit benötigt.

Ab Dezember ist in Tschechien ein neues satellitengestütztes System für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Zulassungsgewicht in Betrieb. Es ersetzt das bisherige Mikrowellensystem der österreichischen Firma Kapsch.

An vielen Vertriebsstellen, die sich oft in Grenznähe oder an Raststätten befinden, können sich Fahrer entsprechend ausstatten. Berichten tschechischer Stellen zufolge sind aus diesem Grund die ersten Autobahnkilometer der D2, D5 und D8 nach dem Übertritt der Grenze gebührenfrei.

Nicht einmal die Hälfte der Lkw ist mit neuen Bordgeräten ausgestattet

Ein anderer Aspekt der Umstellung ist, dass bei Fahrten über die tschechische Grenze im Dezember Staus drohen. Davor warnt Czechtoll, der neue Betreiber der Lkw-Maut. Erst rund 196.000 Lastwagen seien mit neuen Bordgeräten ausgerüstet und registriert - weniger als die Hälfte der erwarteten Zahl.

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Der Mautbetreiber rechnet mit langen Warteschlangen an den Grenzen, wenn Lkw-Fahrer das Bordgerät erst am ersten Verkaufspunkt hinter der Grenze kaufen, statt es im Voraus online zu bestellen.

Es drohe, dass sich stauende Lastwagen auch den Pkw-Verkehr zum Erliegen bringen. "Es ist angebracht, für Anfang Dezember geplante Fahrten über die Grenze zu überdenken", teilte Czechtoll-Generaldirektor Matej Okali im Vorfeld der Systemeinführung mit. (apa/red)

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