Allergan und Pfizer

Neue Rekordfusion in der Pharmabranche - 160 Mrd. Dollar

Der Botox-Hersteller Allergan und der Viagra-Konzern Pfizer wollen sich zum größten Pharmakonzern der Welt zusammenschließen. Es wäre die drittgrößte Fusion der Geschichte.

Viagra, die berühmteste Marke unter den Potenzpillen, bekommt jetzt offenbar einen neuen Mutterkonzern. Die Fusion von Pfizer und Allergan mit einem Volumen von 160 Milliarden Dollar wäre die drittgrößte der Wirtschaftsgeschichte.

Der Botox-Herstellers Allergan und der Viagra-Konzern Pfizer wollen sich zum größten Pharmakonzern der Welt zusammenschließen. Das Volumen der Transaktion liege bei rund 160 Milliarden US-Dollar, wie die beiden Pharmakonzerne gemeinsam mitteilten. Pfizer selbst kam zuletzt auf knapp 200 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Bereits zuvor war über eine solche Übernahme spekuliert worden. Ein Motiv ist auch der Steuersitz des zukünftigen Gemeinschaftsunternehmens.

Milliardenschwerer Pharmariese will in Europa weniger Steuern zahlen

Weniger Die Allergan-Anteilseigner sollen je Aktie 11,3 Papiere des fusionierten Unternehmens erhalten, das den Namen Pfizer tragen wird. Insgesamt entspreche das einer Prämie von mehr als 30 Prozent im Vergleich zu dem Allergan-Kurs, bevor erste Presseberichte dazu auftauchten. Die bisherigen Pfizer-Aktionäre können unter bestimmten Bedingungen ganz aussteigen und eine Barzahlung für ihre bisherigen Anteile wählen. Ansonsten können sie pro bisherige Pfizer-Aktie eine des neuen Unternehmens erhalten. Stimmen die Behörden zu, werde in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres mit einem Abschluss gerechnet, hieß es.

Neue Nummer 1 der Pharmabranche

Pfizer verspricht sich durch den Zukauf zum einen eine breitere Produktpalette, aber vor allem auch steuerliche Vorteile. Um diese zu sichern, ist die Transaktion so gestaltet, dass Allergan mit dem steuerlich günstigeren Firmensitz in Irland formell den größeren Konzern aus New York kauft. Den Gewinn soll die Transaktion ab 2018 nach oben treiben.

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Allergan war früher auch amerikanisch, hat jedoch nach der Übernahme durch den irischen Konzern Actavis seinen Sitz nach Dublin verlegt. Pfizer hatte bereits im vergangenen Jahr einen ähnlichen Versuch unternommen, seine Steuern zu drücken. Die geplante Übernahme von AstraZeneca war jedoch am Widerstand des britischen Unternehmens gescheitert. (APA/dpa-AFX)

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