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Neue Fabrik in Russland: Daimler wagt den Schritt auf einen schwierigen Markt

Der deutsche Premiumhersteller Daimler investiert etwa 250 Millionen Euro in einen Produktionsstandort in der Nähe von Moskau. BMW und VW sind zwar bereits in dem Land präsent - doch gegenwärtig ist das ein Schritt auf einen schwierigen Markt.

Daimler baut sein erstes Autowerk in Russland. Unweit von Moskau sollen ab 2019 Geländewagen und Limousinen vom Band laufen, wie der Autokonzern in Stuttgart mitteilte. Es werden gut 250 Mio. Euro in den Produktionsstandort investiert, wo künftig etwa 1.000 Menschen arbeiten sollen.

Die Pläne waren bereits 2016 bekanntgeworden, nun wurden Verträge für das Vorhaben unterschrieben. "Russland ist für Mercedes-Benz ein strategisch wichtiger und absatzstarker Wachstumsmarkt", sagte Mercedes-Bereichsvorstand Markus Schäfer.

Mit der Investitionsentscheidung setzt der Stuttgarter Konzern auf einen schwierigen Markt. Die dortige Wirtschaft ist angeschlagen. Der Automarkt schwächelt, Luxusautos sind aber gefragt. Man habe Vertrauen in Russland, "unabhängig vom kurzfristigen Marktumfeld", heißt es seitens des Autobauers.

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Mit der lokalen Produktion sei man näher am russischen Kunden und stärke die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sagte Bereichsvorstand Schäfer. Die Wettbewerber BMW und VW sind bereits seit längerem mit Autowerken in Russland vertreten. (dpa/apa/red)

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