Schiffbau

Motorenhersteller Rolls-Royce verkauft seine Schiffsparte

Der britische Motorenhersteller will sein Geschäft "vereinfachen" und verkauft den Bereich für kommerzielle Schifffahrt an die norwegische Gruppe Kongsberg. Rolls-Royce liefert Motoren an Airbus und Boeing und baut Motoren auch für weitere Antriebe.

Der britische Motorenhersteller Rolls-Royce trennt sich von seiner kriselnden Schiffsparte. Der Geschäftsbereich kommerzielle Schifffahrt werde für 500 Mio. Pfund (566 Mio. Euro) an die norwegische Kongsberg-Gruppe verkauft, teilte Rolls-Royce mit. Damit wolle das Unternehmen sein Geschäft "vereinfachen", erklärte Vorstandschef Warren East.

Rolls-Royce hatte erst im vergangenen Monat die Streichung von 4.600 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020 angekündigt, um Kosten zu senken. Der Motorenhersteller kämpft mit einer sinkenden Nachfrage für seine Flugzeugtriebwerke und in der Schiffssparte. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 55.000 Menschen in rund 50 Ländern, davon rund 22.000 in Großbritannien.

Rolls-Royce liefert unter anderem Triebwerke für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing, stellt aber auch Motoren für weitere Maschinen her, sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke. Der Konzern steht dabei nicht in Verbindung mit der gleichnamigen Automarke des BMW-Konzerns. (afp/apa7red)

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