Bauwirtschaft

Minus 8 Prozent beim Auftragseingang: Schweizer Baukonjunktur trübt sich deutlich ein

Vor allem im zweiten Quartal fiel der Rückgang mit minus 12,8 Prozent auf 5,1 Mrd. Franken deutlich aus. In den Monaten Jänner bis März sanken die Neuaufträge nur um 2,2 Prozent, so derer Schweizerische Baumeisterverband (SBV).

Konjunkturabkühlung: Im zweiten Quartal sanken die Neuaufträge in der Bauwirtschaft der Schweiz um 12,8 Prozent.

In der Schweiz wurde im ersten Halbjahr 2018 weniger gebaut. Auch bei den gesammelten Neuaufträgen gab es ein Minus. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf etwa 9,4 Mrd. Franken (8,4 Mrd. Euro) zurückgegangen. Dabei sei das zweite Quartal deutlich schwächer ausgefallen als das erste, teilte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mit. Wurden im ersten Quartal in der Schweiz noch für 4,2 Mrd. Franken Gebäude und Straßen gebaut - das waren um 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr, sanken die Umsätze des Baugewerbes von April bis Juni bereits um 5,5 Prozent auf rund 5,3 Mrd. Franken.

Noch deutlicher fällt das Minus bei den neu eingegangenen Aufträgen aus, die für den künftigen Umsatz stehen. Konkret sei der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2018 um 8 Prozent zurückgegangen, teilte der SBV mit. Vor allem im zweiten Quartal fiel der Rückgang mit minus 12,8 Prozent auf 5,1 Mrd. Franken deutlich aus. In den Monaten Jänner bis März sanken die Neuaufträge nur um 2,2 Prozent.

Die Auftragslage deute denn auch auf eine weitere Eintrübung der Baubranche in der zweiten Jahreshälfte hin, folgerte der SBV. Die Umsätze dürften 2018 daher das Niveau des Vorjahres nicht mehr ganz erreichen.

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