Chemische Industrie

Milliardendeal: OMV will die Mehrheit an Borealis

Die OMV hält will ihren Anteil an dem in Wien ansässigen Petrochemiehersteller Borealis auf 75 Prozent erhöhen. Dieser Deal würde über vier Milliarden Euro kosten. Derzeit gehört die Mehrheit an Borealis einem Staatsfonds aus Abu Dhabi.

Die OMV hat nun offiziell bekanntgegeben, dass sie die Mehrheit am Chemiekonzern Borealis erwerben will. Sie will einen zusätzlichen Anteil von 39 Prozent kaufen. So würde der Anteil insgesamt auf 75 Prozent steigen. Der Kaufpreis würde 4,69 Mrd. Dollar (4,19 Mrd. Euro) betragen, teilte die OMV mit.

Derzeit gehört die Mehrheit einem arabischen Staatsfonds

Die OMV und der Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi, dem 64 Prozent der Borealis-Anteile gehören, führen derzeit Verhandlungen, so das heimische Unternehmen. "Die potenzielle Transaktion würde die Wertschöpfungskette der OMV im petrochemischen Bereich erweitern und soll OMV ermöglichen, die Ergebnisse der Borealis Gruppe vollständig in ihrem Jahresabschluss zu konsolidieren", hieß es in der Mitteilung. 25 Prozent würden bei einer Einigung bei Mubadala verbleiben.

Die OMV wies darauf hin, dass bei einer Einigung auch noch die Behörden zustimmen müssen. Zudem habe sich der Aufsichtsrat noch nicht abschließend mit der potenziellen Transaktion befasst und daher noch keine Entscheidung getroffen. Diese werde aber bald fallen. Die Zeitung "Der Standard" berichtete online, dass sich der Aufsichtsrat schon kommenden Mittwoch mit der Sache beschäftigen werde. (apa/red)

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