Gummiindustrie

Michelin muss noch ein Werk schließen

Nach dem bayrischen Werk mit 860 Mitarbeitern will der Reifenhersteller eine weitere Fabrik in Frankreich schließen - die asiatische Konkurrenz setzt das französische Unternehmen mehr und mehr unter Druck.

Der französische Reifenhersteller Michelin kündigt eine weitere Werksschließung an: Neben dem deutschen Michelin-Werk bei Bamberg schließt das Unternehmen eine weitere Fabrik in Frankreich. Die Produktion in La Roche-sur-Yon in Westfrankreich wird bis Ende 2020 eingestellt, wie Michelin mitteilte. Dort arbeiten mehr als 600 Menschen. Michelin ist durch die Konkurrenz aus Asien unter Druck geraten.

Für die 619 Mitarbeiter in La Roche-sur-Yon sollten "interne und externe" Lösungen gefunden werden, betonte Michelin. Der Konzern kündigte Verhandlungen mit den Gewerkschaften an. Michelin will für die Werksschließung rund 120 Millionen Euro bereitstellen.

Erst vor gut zwei Wochen hatte Michelin angekündigt, dass sein Werk im deutschen Hallstadt bei Bamberg nach fast 50 Jahren vor dem Aus steht. Dort soll die Produktion bis Anfang 2021 schrittweise eingestellt werden. Für die fast 860 Mitarbeiter wird eine Transfergesellschaft eingerichtet.

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Michelin begründet die Schließungen mit der sinkenden Nachfrage und einem "extrem starken Wettbewerb asiatischer Hersteller". Michelin beschäftigte an seinen deutschen Standorten zuletzt rund 5.400 Mitarbeiter. In Österreich gibt es keine produzierenden Standorte, nur eine Verkaufsgesellschaft und ein Vertriebslager. (apa/afp)

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