Überblick

Menschen und Märkte

Was hat Österreichs Industrie-Elite im letzten Monat bewegt? Das aktuelle INDUSTRIEMAGAZIN fasst zusammen.

Forschungshungrig: Wolfgang Eder investiert eine Rekordsumme in F&E

Im laufenden Geschäftsjahr gibt der heimische Stahlkonzern Voestalpine ein Rekordbudget von 141 Millionen Euro für Forschung aus. Unter anderem finden gerade Arbeiten an der Inbetriebnahme der modernsten Rollformanlage Europas statt. Ein Schalungsträger, bei dem die bisher in der Bauindustrie verwendeten Holzträger durch Stahlrohre mit Holzeinlägern ersetzt werden, soll am Hauptsitz der weltweit tätigen Metal Forming Division in Krems die Effizienz steigern. Eder rechnet mit einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von knapp einer Million Euro für 2017/18.

Industriestandard: Ein Industrieverband sieht bei der Fabriksvernetzung Handlungsbedarf

Nicht weniger als 17 Handlungsempfehlungen, die ganz konkret die Normierungsarbeit betreffen, hat der deutsche Verband für Informationswirtschaft zum Jahreswechsel erarbeitet. Globale Standards sind die Zielmarke, konkurrierende Aktivitäten in den Normungsgremien gilt es einzustellen. Und auch rechtlich sollen Industrie-4.0-Projekte künftig besser abgesichert sein: Haftungsfragen etwa zur Datenverarbeitung oder selbststeuernden Systemen seien "international kompatibel" zu regeln.

Ernüchtert: Fiat-Konzernchef Marchionne legt Fusionspläne auf Eis

Sergio Marchionne hatte seinen Konzern im vergangenen Jahr auf Brautschau geschickt und

intensiv um eine Fusion mit dem größten US-Autobauer GM gebuhlt. Die Avancen trafen jedoch bei GM-Chefin Mary Barra nicht auf Gegenliebe. Nach der Abfuhr hat Sergio Marchionne seine Fusionsabsichten vorerst begraben. "Wir haben unsere Konsolidierungspläne beendet – zum jetzigen Zeitpunkt", sagte er.

Zahlen, bitte!

Strom aus Windenergieanlagen lässt sich heute spürbar günstiger erzeugen als vor vier Jahren: Der Preis für eine Kilowattstunde liegt – je nach Windverhältnissen – bei 5,3 bis 9,6 Cent. Das sind um zwölf Prozent weniger als noch 2012, so die VDMA.

Angespannt

Als durchwachsen beurteilt die heimische Metallwarenindustrie die aktuelle Auftragslage. Liegen die Angaben im Maschinenbau zumindest im Bereich des langfristigen Schnittes, erlebt die Metallware einen äußerst schwachen Jahresstart 2016.

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