Management

Maintenance Award Austria – Instandhaltung vor den Vorhang

Das exzellenteste Management der Instandhaltung in Österreich steht jeden Herbst im Mittelpunkt, wenn die Fachvereinigung ÖVIA auf einem feierlichen Kongress den Maintenance Award vergibt. Für Industriebetriebe lohnt sich das Mitmachen auf jeden Fall – Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Für jeden Industriebetrieb sind die richtige Instandhaltung und die ständige Verbesserung der Anlagen ganz zentrale Themen. Während die technischen Anlagen immer komplexer werden, steigt auf der anderen Seite der Druck, sie so wirtschaftlich wie möglich zu betreiben. Und als Teil des anlagenwirschaftlichen Gesamtkonzepts muss der Bereich der Instandhaltung mit der zunehmenden Flexibilisierung und Automatisierung in der Produktion Schritt halten.

Die Wahl der richtigen Strategie ist also entscheidend, wenn es darum geht, den Fortbestand und den Erfolg eines Unternehmens zu sichern. Allerdings stehen diese Fragen eher selten im Vordergrund – und noch seltener in der Öffentlichkeit.

Mehr Fachwissen für Instandhaltung – und mehr Öffentlichkeit

Genau hier setzt die "Österreichische technisch-wissenschaftliche Vereinigung für Instandhaltung und Anlagenwirtschaft" an. Die ÖVIA koordiniert alle Aktivitäten auf dem Gebiet der Instandhaltung zwischen der Industrie und technisch-wissenschaftlichen Vereinen. Sie fördert zugleich auch über Arbeitsgruppen das Fachwissen in der heimischen Wirtschaft. Und sie holt die Instandhaltungsmanager in Österreich vor den Vorhang.

Ein feierlicher Kongress in Bad Erlach

So ist die Vereinigung bei dem jährlich im Herbst stattfindenden, feierlichen ÖVIA-Kongress federführend, bei dem Top-Referenten zu aktuellen Trends in der Industrie und Anlageninstandhaltung sprechen. Der Schwerpunkt heuer ist beispielsweise Lean Smart Maintenance – ein Instandhaltungskonzept, das Smart Maintenance (Effektivität) mit einem angepassten Lean Ansatz (Effizienz) im Kontext von Industrie4.0 verbindet. Als Redner haben etwa Experten von BMW, der Voestalpine, der TU Wien oder Fraunhofer Austria zugesagt.

Im Mittelpunkt: Das exzellenteste Anlagenmanagement des Landes

Den Höhepunkt des Kongresses in Bad Erlach bildet jedoch die Verleihung des Maintenance Award Austria MA² in Kooperation mit dem INDUSTRIEMAGAZIN. Dieser 2011 von der ÖVIA ins Leben gerufene MA² ist der erste Preis in Österreich, der das exzellenteste Anlagen- und Instandhaltungsmanagement des Landes auszeichnet. Gleichzeitig vergibt die Vereinigung auch einen Innovationspreis für die innovativste Umsetzung eines Projektes im Bereich Anlagenmanagement und Instandhaltung. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Industriefirmen, die in Österreich Anlagen betreiben und diese bewirtschaften.

Warum sich ein Industriebetrieb bewerben soll

Und warum soll man sich um den MA² Hauptpreis oder den Innovationspreis bewerben? Erstens sichern sich die Gewinner und Finalisten eine mediale Berichterstattung nach außen. Zweitens bestätigen frühere Teilnehmer, dass auch nach innen der Stellenwert und das Bewußtsein von Fragen rund um Instandhaltung enorm steigen. Der entscheidende Grund ist jedoch die umfassende Analyse, die ein Betrieb mit seiner Teilnahme bekommt.

Alle Bewerber werden in elf Kategorien geprüft und daraus mehrere Finalisten ausgewählt. Unter ihnen waren in den vergangenen Jahren etwa Eaton Industries, Magna Steyr Fahrzeugtechnik, Wien Energie, Voestalpine Wire Rod oder Miba Frictec. Daran schließt sich im September eine zweite, ausführliche Bewertung durch eine fachkundige Jury bei Site Visits vor Ort an. So gewinnt im Oktober tatsächlich das exzellenteste Anlagenmanagement Österreichs.

Jeder einzelne Bewerber profitiert

Doch das ist nicht alles. Jeder Teilnehmer profitiert, weil jedem ein standortübergreifender Benchmark geliefert wird – eine genaue Analyse dazu, wo es gerade steht und einen Vergleich mit dem Gewinner. Diese Analyse haben viele teilnehmenden Industriebetriebe in der Vergangenheit als wertvollen Impuls von außen angenommen – und als Motivation, sich weiter zu verbessern.

Denn viele der Bewerber versuchen es im Rennen um den MA² gleich mehrmals. So erklärte im Vorjahr Hans-Jürgen Kolar, Werksleiter bei Eaton Industries in Schrems: „Wir haben bereits 2013 beim MA² teilgenommen und uns das Feedback zu Herzen genommen. Damals waren wir enttäuscht, aber im gleichen Moment motiviert.“ 2015 erreichte Eaton den ersten Platz.

Bewerbungen ab sofort

Eine Bewerbung ist übrigens ab sofort bis Ende Juni möglich. Für den Maintenance Award Austria MA² füllen Unternehmen einen Fragebogen aus. Für den MA² Innovationspreis ist eine ausführliche, schriftliche Beschreibung des Projektes erforderlich. Weitere Infos zum Wettbewerb wie zum ÖVIA-Kongress gibt es unter www.oevia.at.

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