Zulieferindustrie

Magna: Gewinnrekord trotz sinkender Margen bei Magna Steyr in Graz

Der kanadische Autozulieferer Magna fährt im ersten Quartal neue Rekorde bei Gewinn und Umsatz ein, während die Erlöse bei Magna Steyr in Graz deutlich sinken - dort laufen gerade die Arbeiten an der nächsten Ausbaustufe auf Hochtouren.

Hier im Bild: Der Produktionsstart "des wahrscheinlich wichtigsten Autos Österreichs" bei Magna Steyr in Graz. Mehr dazu unter: Magna Steyr feiert Produktionsstart der neuen BMW 5er Limousine >>

Der kanadische Autozulieferer Magna hat im ersten Vierteljahr neue Rekorde bei Vorsteuergewinn und Quartalsumsatz eingefahren. Der Umsatz kletterte im Jahresabstand um 5 Prozent auf 9,37 Mrd. Dollar (8,61 Mrd. Euro). Dabei verbesserte sich die Bruttomarge auf 15,5 (14,4) Prozent, gab der Konzern kürzlich bekannt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) wuchs von 698 auf 831 Mio. Dollar, und der Nettogewinn legte von 503 auf 597 Mio. Dollar zu. In Europa war der Umsatzanstieg mit +8 Prozent auf 2,46 Mrd. Dollar besonders hoch.

Erlöse in Graz sinken derzeit

Die Erlöse bei Magna Steyr in Graz - dem einzigen Standort, an dem der Konzern ganze Fahrzeuge zusammenbaut -, sanken jedoch um 31 Prozent auf 413 Mio. Dollar; dort steht die nächste Ausbaustufe ja erst bevor.

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Im Zusammenbau kompletter Fahrzeuge in Graz fiel die Marge aufgrund der heuer im ersten Quartal erfolgten Startphase der BMW 5er-Serie niedriger aus.

Die Stückzahl bei Magna Steyr sackte bis März um 65 Prozent von 23.200 auf 8.200 ab. Grund dafür, dass die Erlöse weniger stark sanken als die Stückzahl, sind die bei den Mercedes Benz G im Schnitt höheren Preise als bei den Minis. Zudem liefen Ende 2016 vertragsgemäß die Fertigungen von Mini Countryman und Paceman aus.

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Die in Graz zuletzt geschrumpfte Fahrzeugzahl soll mit dem Werksausbau wieder steigen. Grund sind - neben BMW - auch neue Großaufträge von Jaguar Land Rover und Toyota, aber auch der 2016 bis 2023 verlängerte Vertrag mit Daimler zur Fertigung der Mercedes-G-Klasse. Ende April hieß es, von den rund 3.000 heuer neu entstehenden Jobs seien rund 700 schon besetzt. (APA/red)

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