Chemische Industrie

Macron: Fristen bei Glyphosat "würden unsere Landwirtschaft töten"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rückt von seinem selbst gesteckten Ziel ab, das Pflanzengift Glyphosat innerhalb von drei Jahren aus dem Verkehr zu ziehen. Dies werde nicht ganz gelingen, so Macron.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rückt von seinem selbst gesteckten Ziel ab, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat innerhalb von drei Jahren aus dem Verkehr zu ziehen. Dies werde nicht "zu 100 Prozent" gelingen, räumte Macron bei einer Diskussion mit Bürgern im Ort Bourg-de-Peage im Südosten des Landes ein. "Das würde unsere Landwirtschaft töten."

Der Präsident war im vergangenen Mai mit einem Glyphosat-Verbot am Widerstand des Parlaments gescheitert, das den Argumenten der mächtigen Bauern-Lobby folgte. Danach hatte seine Regierung verkündet, sie strebe eine Selbstverpflichtung der Landwirte an, das Mittel ab 2021 nicht mehr einzusetzen. Macron sagte nun, er werde sich weiter für einen Umstieg auf "nicht-chemische Alternativen" einsetzen.

Glyphosat wird für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht, die Studien widersprechen sich allerdings. Die Substanz ist Hauptbestandteil des Pflanzenschutzmittels Roundup. Das Produkt gehört zum Bayer-Konzern, seitdem dieser das US-Unternehmen Monsanto übernommen hat. (afp/apa/red)