Insolvenz

LS Logistik ist in einer „verheerenden wirtschaftlichen Lage“

Der Folgebetrieb der ehemaligen Tatschl & Söhne Spedition, die LS Logistik und Spedition GmbH, hat nun ebenfalls Insolvenz angemeldet. Knapp 80 Mitarbeiter dürften ihren Job verlieren.

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Laut Unternehmensinformationen kann der Betrieb nicht aufrechterhalten werden. Der Insolvenzverwalter Helmut Fetz wird prüfen müssen, ob eine Fortführung möglich ist, teilte der Kreditschutzverband mit.

Der obersteirische Güterbeförderer Tatschl & Söhne Speditions- und Transport GmbH hatte im Dezember 2012 Insolvenz angemeldet. Die Überschuldung betrug rund 12,2 Mio. Euro, 206 Gläubiger und 136 Dienstnehmer waren betroffen. Im März 2013 wurde das Folgeunternehmen LS Logistik und Spedition in Liezen gegründet. Eine zweite Betriebsstätte war auch in Wien eingetragen. Laut dem KSV können bisher noch keine Angaben zu den Aktiva und Passiva gemacht werden. Die Höhe der Verbindlichkeiten betrug in der Bilanz mit Stichtag 31. Dezember 2015 mehr als 4,3 Mio. Euro.

Wie die Kreditschützer von Creditreform schon im Vorfeld mitteilten, soll ein neuer Geschäftsführer das Unternehmen kürzlich geprüft haben und eine "verheerende wirtschaftliche Lage" festgestellt haben. Um nicht haftbar zu sein, habe der Geschäftsführer umgehend einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Mehr als 110 Gläubiger sollen betroffen sein. (apa)

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