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Lidl verlegt sein Logistikzentrum vom Burgenland nach Niederösterreich

In drei Jahren will der deutsche Diskonter sein Logistikzentrum von Müllendorf im Burgenland nach nach Großebersdorf in Niederösterreich verlegen. Am neuen Standort sind Investitionen von etwa 150 Millionen Euro geplant.

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Die Diskonterhandelskette Lidl verlegt 2021 ihr Logistikzentrum aus dem burgenländischen Müllendorf nach Großebersdorf in Niederösterreich. Am neuen Standort sollen rund 150 Mio. Euro investiert werden und bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen, teilte das Unternehmen mit.

Weder Politik noch Umweltauflagen als Auslöser

Lidl reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach hohe Auflagen beim Umweltschutz Ausbaupläne am Standort in Müllendorf zunichtegemacht hätten und auch ein "Geheimtreffen" zwischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und dem Management ergebnislos verlaufen sei.

"Die Gründe für die Übersiedlung sind weder bei umweltrechtlichen Auflagen noch bei der Politik zu suchen", stellte Lidl dazu fest. Das Unternehmen beschäftigt in Müllendorf nach eigenen Angaben derzeit rund 200 Mitarbeiter.

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Lidl wächst weiter - vor allem in Wien

Begründet wird der Standortwechsel damit, dass das Unternehmen wachse und sowohl der Umsatz auf bestehender Fläche als auch die Filialanzahl steigen würden. Im Großraum Wien werde man in Zukunft "noch viele weitere Filialen" eröffnen. Der Standort Müllendorf als Regionallager könne die für die Expansion benötigten Kapazitäten langfristig nicht mehr bereitstellen.

Seit der Eröffnung eines dritten Lidl-Lagers in Wundschuh in der Steiermark entspreche die Lage der Niederlassung in Müllendorf "nicht mehr der Logistik-Strategie von Lidl Österreich". Die Logistik für die Wiener Filialen soll daher ab voraussichtlich Anfang 2021 über das neue Lager in Großebersdorf abgewickelt und der Standort von Müllendorf um 80 km nach Niederösterreich verlegt werden.

Die endgültige Verlegung solle voraussichtlich Anfang 2021 erfolgen. Trotz der Unterstützung durch Politik, Gemeinde und Behörden im Burgenland sei der Standortwechsel langfristig und aus betriebswirtschaftlichen Gründen "am sinnvollsten", argumentierte Lidl.

Nachnutzung wird geprüft

Eine Nachnutzung der Niederlassung in Müllendorf werde geprüft, noch sei nichts entschieden. Bis Ende 2020 werde das dortige Logistikzentrum jedenfalls in Betrieb bleiben. Die Belegschaft sei schon im September des Vorjahres über die Pläne informiert worden.

Man werde mit jedem Mitarbeiter am Standort Müllendorf reden, um Möglichkeiten ausloten, trotzdem weiterhin bei Lidl Österreich zu arbeiten. Parallel dazu kündigte das Unternehmen einen Sozialplan an, der in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften ausgearbeitet werden soll. (apa/red)