Lenzing-Chef Untersperger plant indischen Faserstandort

Lenzing plant eine Produktion in Indien - die Genehmigung durch indische Behörden steht noch aus.

Lenzing setzt auf das rasante Wachstum der Fasernachfrage in den Emerging Markets, vor allem in Indonesien, Indien und China. Nach der heuer bereits angelaufenen Produktion in Indonesien, wo derzeit der zweitgrößten Faserstandort nach dem oberösterreichischen Lenzing entsteht - will der Konzern auch kräftig in Indien investieren und seine Kapazitäten im Konzern weiter hochfahren, um für die steigende Nachfrage gewappnet zu sein. Dafür stehen laut Unternehmenschef Peter Untersperger Investitionen von 150 bis 170 Millionen Dollar (110 bis 125 Millionen Euro) auf dem Plan. "Wir wollen hier Nägel mit Köpfen machen und die Freigabe für eine große Anlage auf der grünen Wiese erhalten", sagte Untersperger zur APA. Die Genehmigungen der Behörden in Indien stehen noch aus.

Grundstückskauf finalisiert

Der indische Joint-Venture-Partner, der 51 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen mit der Lenzing hält, habe aber bereits ein Grundstück erworben. Insgesamt will Lenzing die Kapazitäten heuer von 570.000 auf 670.000 Tonnen erhöhen, sagte Vorstand Friedrich Weninger heute, Donnerstag. Für den weiteren Ausbau der Faserproduktion in den Jahren 2010/2011 hat Lenzing bereits Investitionen in Höhe von 120 Mio. Euro fixiert. "Ein Drittel dieser Investitionen bleibt in Österreich", so Weninger. (APA/red)

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