Baumaschinen

Kion Baumaschinen: Chinesen halten schon 45 Prozent

Der nächste deutsche Maschinenbauer, dessen Anteile Schritt für Schritt an einen chinesischen Investor gehen: Nach dem jüngsten Zukauf besitzt die Firma Weichai Power jetzt 45 Prozent an Kion.

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Der Kion-Großaktionär Weichai Power hat seinen Anteil am Gabelstapler-Hersteller aufgestockt. Der chinesische Konzern habe für rund 150 Mio. Euro etwa 2,05 Millionen Kion-Aktien erworben, teilte Weichai am Dienstag mit. Damit hielte sie nun 45 Prozent der Anteile.

Einstieg 2012 - auf dem Weg zur Mehrheit heute

2012 war Weichai mit 25 Prozent beim Gabelstapel-Hersteller eingestiegen. Nach dem Börsengang von Kion stockten die Chinesen in mehreren Schritten auf und kamen zuletzt auf rund 43 Prozent.

Im Frühjahr vergangenen Jahres bezweifelte Kion-Chef Gordon Riske, dass Weichai seinen Anteil weiter aufstocken werde. "Ich kann keine strategischen Vorteile einer Aufstockung erkennen", sagte er. Schließlich könne das Unternehmen nach chinesischem Recht den Kion-Gewinn schon jetzt voll konsolidieren.

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Auch verfüge Weichai über drei von 16 Kion-Aufsichtsratssitzen. "Bis Sommer 2018 haben wir ein Stillhalteabkommen, nach dem Weichai den Anteil nicht auf mehr als 49 Prozent aufstocken darf", führte Riske damals weiter aus. "Danach muss man sehen." Er sehe aber auch dann keinen Beweggrund für einen Ausbau der Anteile. "Es kostet ja auch viel Geld." (reuters/apa/red)

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