Preisabsprachen

Kartell bei Autobatterien: Millionenstrafe für Recyclingfirmen

Die EU hat vier Recyclingunternehmen zu einer Millionenstrafe verurteilt. Die Firmen werden beschuldigt, die Preise beim Ankauf von Autobatterien abgesprochen zu haben.

Die EU-Kommission hat gegen mehrere Firmen wegen Preisabsprachen beim Ankauf gebrauchter Autobatterien in Deutschland und anderen EU-Ländern eine Millionenstrafe verhängt. Insgesamt müssten Campine aus Belgien, Eco-Bat Technologies aus Großbritannien und Recylex aus Frankreich 68 Mio. Euro zahlen, teilten die EU-Wettbewerbshüter mit.

Der US-Firma Johnson Controls wurde die Strafe von rund 38 Mio. Euro erlassen, weil sie die Behörden über das Kartell informierte.

Die vier Recycling-Unternehmen sollen demnach von 2009 bis 2012 die Einkaufspreise für gebrauchte Blei-Akkus in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden abgesprochen haben. Anders als bei den meisten Kartellen, bei denen es um höhere Verkaufspreise gehe, seien in diesem Fall die Absprachen erfolgt, um die Einkaufspreise gegenüber Schrotthändlern und -sammlern zu senken. Dadurch sei der freie Wettbewerb verhindert worden.

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Den Ermittlungen zufolge haben die Beschuldigten versucht, ihre Absprachen durch codierte Sprache zu verbergen. So wurden den EU-Angaben zufolge Wetterbedingungen als Bezeichnung für verschiedene Preisniveaus verwendet. (reuters/apa/red)

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