Chemische Industrie

K+S will seine Geschäftsfelder Kali und Salz integrieren

Der deutsche Düngemittelhersteller K+S ändert seine Struktur und will auch die Strategie umstellen. Ein Börsengang der Salzsparte steht offenbar nicht mehr zur Debatte.

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Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S will seine beiden Geschäftsfelder Kali und Salz integrieren und hat sich auf neue Ergebnisziele festgelegt. Künftig soll der Konzern auf Kundensegmente wie Agrar oder Industrie statt auf die beiden großen Produktgruppen ausgerichtet werden, wie K+S mitteilt.

Das Unternehmen hatte auf der Hauptversammlung im Mai angekündigt, seine Strategie auf den Prüfstand zu stellen. Vorstandschef Burkhard Lohr wollte vor allem für eine Aufwertung des Salzgeschäfts sorgen.

Aufwertung des Salzgeschäfts geplant

An der Börse war wiederholt über einen Börsengang der Salzsparte spekuliert worden. Doch Reuters hatte in der vergangenen Woche von Insidern erfahren, dass ein solcher Schritt nicht zu den Plänen gehöre.

K+S teilte am Montag weiter mit, im Jahr 2030 einen Betriebsgewinn (Ebitda) von 3 Mrd. Euro erzielen zu wollen. Bisher hatte das Kasseler Unternehmen für das Jahr 2020 ein Ebitda von rund 1,6 Mrd. Euro als Ziel ausgegeben. Da der Konzern die Erholung der Kalipreise aber zu optimistisch eingeschätzt hatte, musste er sich im August davon verabschieden. 2016 betrug das Ebitda 519 Mio. Euro. (reuters/apa/red)