Studie

Jedes vierte österreichische Unternehmen setzt KI-Lösungen ein

Wie ist der Status quo in Sachen künstlicher Intelligenz in heimischen Unternehmen? Was hemmt, was fördert die Einführung von KI? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Die Österreich-Ergebnisse der Studie des Rechenzentrumsdienstleistungsanbieters Interxion zeigen eine rege Tätigkeit zum Thema künstliche Intelligenz bei österreichischen Unternehmen: 5,3 Prozent der heimischen Studienteilnehmer nutzen KI bereits in verschiedenen Anwendungsfeldern. 18 Prozent setzen die Technologie in einem ersten Anwendungsszenario ein. Weitere 34 Prozent sind gerade dabei, KI zu erproben. Hinzu kommen 12,7 Prozent, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz kurzfristig planen. Im Ausblick auf die nächsten zwei Jahre geben zudem 30 Prozent an, KI bis dahin für einen ersten Anwendungsfall nutzen zu wollen.

„Die Studie zeigt deutlich, dass wir uns hierzulande bereits auf einem guten Weg befinden, zugleich aber auch vor einigen Hürden stehen, die es nun zu überwinden gilt. Österreichische Unternehmen weisen seit jeher eine hohe Innovationskraft auf. Wichtig ist es, jetzt in Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz zu investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Wirtschaftsstandort zu stärken – gerade in Zeiten, in denen darüber nachgedacht wird, Produktion und Wertschöpfung zurück nach Österreich und Europa zu holen, um unsere Unabhängigkeit und Resilienz zu stärken“, so Martin Madlo, Managing Director von Interxion Österreich.

Unkalkulierbare Kosten und Mangel an technischer Expertise

Was die meisten Unternehmen in Österreich noch davon abhält, Künstliche Intelligenz zu implementieren, sind unkalkulierbare Kosten. Dies gaben 66 Prozent der österreichischen Befragten an. Auch im DACH-Vergleich (69 Prozent) ist dies die häufigste Antwort. Zudem führten 56 Prozent der österreichischen Befragten den Mangel an technischer Expertise als Hemmnis an. An dritter Stelle steht die fehlende Einbettung in die Unternehmensstrategie (41,3 Prozent). Speziell auf Infrastrukturengpässe angesprochen, machten 54 Prozent der Befragten in Österreich die Rechenzentrumsverfügbarkeit als größte Hürde für den KI-Einsatz aus, länderübergreifend sind es ebenfalls 54 Prozent der Befragten in der DACH-Region. Zudem nannten 45,3 Prozent der befragten Unternehmen hierzulande das Fehlen einer KI-optimierten IT-Infrastruktur als Hinderungsgrund. 

White Paper zum Thema

Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut Research in Action (RIA) im Auftrag des europäischen Anbieters von Carrier- und Cloud-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen, Interxion,  in acht europäischen Ländern durchgeführt. Dafür wurden 2.100 Entscheidungsträger aus verschiedenen Wirtschaftszweigen zu befragen – darunter 800 in der DACH-Region, 150 davon in Österreich.

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