Kryptowährungen

Italiens Energiekonzern Enel liefert keinen Strom mehr für Bitcoin-Mining

Der italienische Konzern teilt den Anhängern der digitalen Kryptowährung mit, keinerlei Interessen am Stromverkauf für die Produktion von Bitcoins zu haben.

Enel Bitcoin Blockchain Italien Energieversorger

Der größte europäische Energiekonzern Enel hat die nach billigem Strom gierenden Bitcoin-Schürfer abblitzen lassen. Enel habe keinerlei Interesse daran, Strom für die Produktion von Kryptowährungen zu liefern, teilte die italienische Firma mit.

Das Thema sei intensiv analysiert worden. Das Bereitstellen von Strom für dieses sogenannte Mining passe aber nicht in die Geschäftsstrategie von Enel.

Bitcoin verbrennt exorbitante Mengen an Strom

Um die größte und bekannteste Cyberdevise Bitcoin herzustellen, ist es notwendig, dass Hochleistungscomputer den ganzen Tag lang komplexe Algorithmen berechnen. Einige Experten schätzen, dass dabei in einem Jahr so viel Strom verbraucht wird, wie das Land Dänemark im gleichen Zeitraum benötigt. Die Regierung Chinas, wo sich zahlreiche Rechenzentren für das Mining befinden, will der Branche den Strom abdrehen.

White Paper zum Thema

Miner weltweit auf der Suche nach billigem Strom

Brancheninsidern zufolge sind deshalb viele Unternehmen auf der Suche nach neuen Stromquellen und nähmen vor allem die skandinavischen Länder ins Visier. Dort ist der Strom viel günstiger als etwa in Deutschland, viel Energie wird mit Wind und Wasser produziert.

Auch Stromlieferanten in Übersee stehen hoch im Kurs. Die kanadische Energiefirma Hydro Quebec erklärte kürzlich etwa, sie erhalte täglich Dutzende Anfragen, könne den Bedarf an Strom für das Kryptowährungs-Mining aber nicht decken.

Digitale Schattenwährung in einem rasanten Auf und Ab

Bitcoin sind seit dem vergangenen Jahr in aller Munde. Der Preis für die seit 2009 existierende Cyberdevise sprang von knapp 1.000 Dollar (802,76 Euro) auf zeitweise fast 20.000 Dollar nach oben. Am Donnerstag kostete ein Bitcoin 9.450 Dollar. Immer mehr Banker, Notenbanken und Aufsichtsbehörden warnen inzwischen vor Investitionen in die bisher unregulierte Branche. (reuters/apa/red)