Energiewirtschaft

Innio Jenbacher: Neues Motoröl für Motoren mit Sondergasantrieb

Der Tiroler Industriekonzern Innio Jenbacher hat mit seinem Partner Q8Oils ein neues Gasmotorenöl auf den Markt gebracht. Das Schmiermittel ist für Motoren bestimmt, die mit Sondergasen wie Biogas, Klärgas oder Deponiegas betrieben werden.

Innio Jenbacher Anlagenbau Antriebstechnik Standort Tirol Kuwait Erdgas

Im Bild Gasmotoren von Innio Jenbacher in einem Gaskraftwerk in Kiel.

Der Tiroler Industriekonzern Innio Jenbacher hat mit seinem Partner Q8Oils ein neues Gasmotorenöl für bestimmte Anwendungen auf den Markt gebracht. Das Schmiermittel ist für Motoren bestimmt, die mit Sondergasen wie Biogas, Klärgas oder Deponiegas betrieben werden. Das Produkt entstand im Rahmen der im Oktober des Vorjahres vereinbarten Partnerschaft zwischen Innio Jenbacher und Q8Oils. Dieses Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des Erdölriesen Kuwait Petroleum (KPC), eines der zehn größten Energiekonzerne der Welt. Die Partnerschaft zwischen Innio Jenbacher und Q8Oils basiere "auf einer erstklassigen Zusammenarbeit", meinte dazu Andreas Kunz, Technologievorstand von Innio Jenbacher.

Das Jenbacher "S Oil 40" ist ein Hochleistungsöl für stationäre Gasmotoren. Es sorgt nach Angaben des Herstellers für "sehr lange Ölwechselintervalle", reduziere den Ölverbrauch und verlängere die Ölfilterlebensdauer. Dabei liefen Motoren auch unter härtesten Bedingungen effizient und zuverlässig. Außerdem könnten Betreiber die Leistung des Motors über eine cloudbasierte Technologie von Innio Jenbacher steuern, so der Hersteller.
 
Das Gasmotorenöl sei für jene hocheffizienten Jenbacher Motoren der Baureihen 2, 3, 4 und 6 konzipiert, die nicht mit Erdgas betrieben werden, und erfülle die Anforderungen aller Sondergasmotoren. Dem Hersteller zufolge führe eine Verlängerung der Ölwechselintervalle um durchschnittlich 80 Prozent zu erheblichen Kosteneinsparungen. Dazu weise das Produkt besondere Oxidationsstabilität und Säureneutralisation auf, was beim Betrieb mit Gasen mit hohem H2S-Gehalt zu hoher Leistung führe. Zudem schütze die Beimischung einer "Additivtechnologie" die Brennkammer vor übermäßigen Ablagerungen, was wiederum für Stabilität der Gesamtbasenzahl (TBN) sorge.

(red)

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