Holzindustrie

Holzkonzern Egger investiert am Tiroler Standort

Der Holzkonzern Egger investiert Millionensummen am Standort in Tirol, und zwar unter anderem in die Automatisierung sowie in neue Anlagen zur Energieerzeugung und für das Recycling.

Papier- und Holzindustrie Egger Standort Tirol

Der Holzkonzern Egger hat angekündigt, im Stammwerk in St. Johann in Tirol über 70 Mio. Euro in den Bereichen nachhaltige Produktion und Automatisierung zu investieren. Die größten Anschaffungen seien ein neues Hochregallager, ein Recyclingturm und ein zweiter Biomassekessel, teilte das Unternehmen mit. Die Umsetzung sei innerhalb der nächsten drei Jahre und als Investition in die Zukunft des Standortes geplant, sagte der Manager Matthias Danzl.

Mit einem weiteren Biomassekessel im Werk soll neben der Deckung des eigenen Wärmebedarfs auch Abwärme in das Fernwärmenetz der Gemeinden St. Johann und Oberndorf eingespeist werden. Damit sollen 1.500 Haushalte und öffentliche Gebäude mit Fernwärme versorgt werden. "Zudem werden wir mittels Kraft-Wärme-Kopplung erstmals auch Strom aus Biomasse für unsere Produktion erzeugen und so unsere Umweltbilanz weiter verbessern", erklärte Albert Berktold, Werksleiter für Technik und Produktion. Der Kessel soll rund 50 Prozent des eigenen Strombedarfs decken.

Ein Recyclingturm wiederum soll Altholz aufbereiten und reinigen. Das Material soll dann für die Produktion von Holzwerkstoffen verwendet werden. Ziel sei es, künftig je nach Plattentyp bis zu 50 Prozent des benötigten Holzes aus Recyclingmaterial zu gewinnen - damit werde der Anteil an Frischholz reduziert.

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Investitionen bei der Automatisierung

Im Bereich der Automatisierung wird ein zusätzliches Hochregallager auf einer Fläche von 3.800 Quadratmetern gebaut. Dadurch sollen die Abläufe im Werk "effizienter, schneller und deutlich sicherer" erfolgen. Zudem werde "die Kommissionierung für Handels- und Industriekunden automatisiert". "Durch den hohen Grad der Automatisierung werden der Verkehr innerhalb des Werks minimiert und damit der Treibstoffverbrauch sowie der CO2-Ausstoß wesentlich reduziert. Zugleich steigt die Sicherheit für alle Mitarbeiter", sagte Danzl. (apa/red)