Risikomanagement

Hohe Versicherungskosten bringen Risikomanagement auf den Plan

Die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Pandemie, der Klimawandel, Cyber & Crime sowie ein hoher Kostendruck führen dazu, dass die Versicherungsprämien in der Industrie laufend anziehen. Versicherer fordern überdies immer vehementer Maßnahmen ein, die das Risiko minimieren. Ein professionelles Risikomanagement ist jetzt gefragter denn je.

Podiumsdiskussion: V.l.n.r.: Georg Winter (GrECo), Jörg Schönenborn (Deutsche Telekom Assekuranz GmbH), Andreas Schmitt (GrECo), Sandra Dammalacks (deas Deutsche Assekuranz-Makler GmbH)

In den vergangenen 18 Monaten sind die Versicherungsprämien teilweise deutlich gestiegen. Allein in der Directors & Officers-Versicherung (D&O), der Haftpflichtversicherung für Manager, kam es zu empfindlichen Prämienerhöhungen von durchschnittlich 30 %. Das ergab eine Erhebung des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW). Die Gründe der Versicherer sind dabei vielfältig: Großschäden, steigendes Insolvenzrisiko aufgrund der Pandemie oder regulatorische Änderungen, die Managementfehler begünstigen, sind nur ein Auszug davon. Laut GVNW ist ein Ende des Kostenanstiegs jedenfalls nicht in Sicht. Bei neuen Verträgen, den so genannten Renewals, sind vor allem folgende Versicherungssparten betroffen: D&O, Cyber & Crime, Betriebs- und Produkthaftpflicht mit hohen Deckungskapazitäten in exponierten Branchen, Risiken mit USA-Exponierung und Versicherungen gegen Naturkatastrophen.

GrECo Risikotag bestätigt angespannte Lage

Beim GrECo Risikotag zum Thema „Hard Market und Risikomanagement“ Anfang September im Hotel Imperial in Wien wurde die deutliche Verhärtung des Versicherungsmarktes von den teilnehmenden Gästen aus unterschiedlichen Wirtschafts- und Industriezweigen klar bestätigt. Eine Blitzumfrage vor Ort ergab, dass 95 % aller Tagungsteilnehmer im letzten Jahr eine Erhöhung ihrer Versicherungskosten verkraften mussten – mehr als die Hälfte davon sogar weit über 15 %. Stark betroffen sind demzufolge die Sachversicherung, gefolgt von D&O und Cyber. Die Mehrheit der Teilnehmer geht davon aus, dass diese Sparten angespannt bleiben, nicht zuletzt wegen der Digitalisierung und dem Klimawandel, die voraussichtlich einen großen Einfluss auf die Schadenentwicklung haben werden. 

GrECo Risk Engineering: Know-how und Erfahrung

Weitgehend einig war man sich beim GrECo Risikotag auch darüber, dass der harte Versicherungsmarkt den Ausbau und die Investition in das eigene, präventive und begleitendende Risikomanagement erfordert. In Kombination mit einer höheren Eigentragung steht diese Investition ganz oben auf der To-do-Liste. Schließlich verlangen immer mehr Versicherungen risikominimierende Maßnahmen. Konzepte, wie sie früher vor allem in der Brandschutzverhütung üblich waren, werden in der Industrie zunehmend zum „Must-have“, um akzeptable Versicherungsangebote zu erhalten. Die Experten der GrECo Risk Engineering GmbH unterstützen ihre Klienten im professionellen Risikomanagement. Sie entsprechen damit auch den Wünschen der Tagungsteilnehmer, die vor allem in diesem Bereich kompetente Beratung und Branchen Know-how erwarten.

Wir helfen unseren Klienten, ihre Risiken zu minimieren und bestmögliche Versicherungslösungen im derzeitigen Marktzyklus zu erhalten“, sagte GrECo Vorstand Christoph Repolust in seiner Ansprache am Risikotag.

© GrECo, Ingo Folie

KR Hans Roth, Saubermacher Dienstleistungs AG

Hans Roth von der Saubermacher Dienstleistungs AG gab den Tagungsteilnehmern einen Einblick in die Recycling-Branche, die den harten Versicherungsmarkt hautnah erlebt hat und durch massive Investitionen ins Risikomanagement einen Turnaround erreichen konnte. Sandra Dammalacks von der deas Deutsche Assekuranz-Makler GmbH beleuchtete den weltweiten Directors & Officers-Markt (D&O), bei dem die Versicherungsprämien seit zwei Jahren in die Höhe schießen. Christian Oppl von der GrECo Academy machte deutlich, wie wichtig in diesem Zusammenhang die Aus- und Weiterbildung im Industrieversicherungsgeschäft ist, um mit kreativen Versicherungslösungen alle Marktteilnehmer zu bedienen. Anschließend befasste sich eine Diskussionsrunde mit Jörg Schönenborn von der Deutschen Telekom Assekuranz GmbH und GrECo Vorstand Georg Winter über mögliche Wege aus der angespannten Situation.

Über GrECo 
GrECo ist der führende österreichische Risiko- und Versicherungsmanager für die Industrie, den Handel, das Gewerbe und den öffentlichen Sektor – und in jedem Bundesland mit einer eigenen Niederlassung vertreten. Die dezentrale Standortpolitik und die damit verbundene persönliche Nähe zu den Klienten sind zentrale Elemente der umfassenden Dienstleistung und das große Plus von GrECo. Das unabhängige, familiengeführte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Wien und beschäftigt ca. 1.000 Mitarbeiter, davon rund 363 Mitarbeiter in Österreich.