Magna Steyr Fahrzeugtechnik

Grüne Kostenbremsen

Das Thema Energieeffizienz lebt Magna Steyr Fahrzeugtechnik wie kaum ein Zulieferer – dafür gab es den Sonderpreis Energieeffizienz.

Von &
Fabrik2013

Magna Steyr Fahrzeugtechnik holt sich heuer auch den Sonderpreis für Energieeffizienz.

Dass Magna Steyr beim Fabrik2013-Wettbewerb neben dem Hauptpreis auch den Sonderpreis Energieeffizienz gewonnen hat, hat schon seine Richtigkeit. Auch wenn es auf den ersten Blick verwirren mag. Ein Autobauer als Vorbild in Sachen Energieeffizienz? Gilt nicht der Autobau als ein Ressourcenfresser ersten Ranges?
 

Doch wo viel verbraucht wird, lässt sich auch viel einsparen. In Schadstoffen, aber auch in Geld gerechnet. So werden bei Magna in Graz allein in der Halle 8, der Lackiererei, durch Wärmerückgewinnung elf Prozent vom gesamten Energieaufwand eingespart. Weitere zwei Prozent kommen durch den Einsatz einer Wärmepumpe für die Lüftungsanlagen hinzu. Was der Umwelt nützt, ergibt auch einen monetären Vorteil: Allein in der Lackiererei sind es rund 700.000 Euro jährlich. Clevere Lackierprozesse. Dabei ist die Ausgangssituation für Energieeffizienzmaßnahmen im Grazer Magna-Steyr-Werk alles andere denn günstig. Die Werkshallen sind zum Großteil noch in Steyr-Daimler-Puch-Zeiten entstanden, als Energieeffizienz bestenfalls ein Fremdwort war. „Würde man heute bauen, hätte man das Werk diesbezüglich ganz anders ausgelegt“, sagt Wolf- gang Zitz, Vice President Contract Manufacturing und Standortleiter in Graz.

Dennoch, was geht, wird umgesetzt. Das gestaffelte Hochfahren von Anlagen sorgt zum Beispiel dafür, dass unnötige Belastungsspitzen vermieden werden. In den nächsten zwei Jahren wird die Beleuchtung am Standort flächendeckend auf LEDs umgestellt. Doch das sind Maßnahmen, die auch andere ergreifen. Was die Juroren des Fabrik2013-Wettbewerbs richtig beeindruckte, ist, wie tief bei Magna Steyr die Effizienzmaßnahmen in die Produktion hineinreichen. So etwa liegt der Fokus des Anlagenerneuerungskonzepts in der Decklacklinie auf Ressourcenschonung. Farbwechsler in den Roboterarmen senken den Materialverbrauch und die Schadstoffemissionen. Und die schmälere Bauweise der Lackierkabinen führt zu einer deutlichen Energieeinsparung – ein überaus cleveres Konzept.