Edelmetalle

Goldpreis setzt seinen Höhenflug fort

Nach dem Sieg von Joe Biden in den USA steigt der Goldpreis weiter an. Aktuell befindet sich der Gegenwert für eine Feinunze des Edelmetalls rund 100 Dollar unter seinem Rekordhoch vom Juli.

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Der Goldpreis ist zu Beginn der Woche gestiegen und hat damit an die starken Kursgewinne der Vorwoche angeknüpft. Zuletzt wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London mit 1.958 US-Dollar gehandelt, nachdem der Preis in der Früh bei 1.965 Dollar den höchsten Stand seit September erreicht hatte. Der Goldpreis bewegt sich damit weiter in Richtung Rekordhoch, das Anfang Juli mit 2.075 Dollar allerdings um rund 100 Dollar höher gewesen war.

"Gold setzt seinen Höhenflug fort", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Marktgeschehen. Als Preistreiber wird allgemein der zuletzt schwächere US-Dollar im Zuge einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten gesehen. Nach dem Ende des Wahlkrimis in den USA und dem Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden geriet der Dollar, der als Reservewährung in Krisenzeiten geschätzt wird, unter Druck.

Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine Kursschwäche der amerikanischen Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollar-Raums günstiger. Dies stärkt die Nachfrage und stützt den Goldpreis.

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Goldexperte Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus verwies außerdem auf ein neues Konjunkturpaket in den USA im Kampf gegen die Folgen der Coronakrise. Demnach plant der neue Präsident Biden ein vergleichsweise umfangreiches Hilfspaket. "Diese Liquidität wird die Zinssätze mittelfristig niedrig halten, was den Goldpreis weiterhin stützen wird", sagte Zumpfe. (dpa/apa/red)