Windturbinenbauer

Gewinnrückgang trotz praller Auftragsbücher bei Vestas

Sowohl beim dänischen Windkraftkonzern Vestas als auch beim deutschen Konkurrenten Nordex steigen die Auftragseigänge - trotzdem setzt den Herstellern der Preisdruck und der Handelskonflikt zu.

Der anhaltende Preiskampf und der US-Handelskrieg haben den dänischen Windanlagenbauer Vestas vorsichtiger gestimmt. Nach einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal schränkte Vorstandschef Anders Runevad seine Jahresziele ein.

Faktoren wie bestehende und potenzielle Einfuhrzölle schafften eine gewisse Unsicherheit in der Branche. Gleichwohl betonte der Manager, der hohe Auftragsbestand und der weltweite Vormarsch der Erneuerbaren Energien seien Erfolgsgaranten für die Zukunft.

Aktuell zur Branche:

White Paper zum Thema

Scharfer Gegenwind für Windanlagenbauer >>

Enercon warnt vor einem "Desaster" bei Windturbinenherstellern >>

Runevad kündigte zudem einen Aktienrückkauf im Volumen von 200 Mio. Euro an. Das sorgte an der Börse für einen Kursanstieg von zeitweise gut neun Prozent.

Der dänische Windkraftanlagenbauer erwartet 2018 nun einen Umsatz von 10 bis 10,5 Mrd. Euro statt 10 bis 11 Milliarden. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll 9,5 bis 10,5 Prozent erreichen statt 9 bis 11 Prozent. Im zweiten Quartal sank die Ebit-Marge auf 11,5 (Vorjahr 12,6) Prozent, während die Erlöse um 2 Prozent auf 2,26 Mrd. Euro zulegten. Der Auftragsbestand erreichte 23 Mrd. Euro, ein Anstieg um 2,8 Mrd. Euro zum Vorjahr.

Auch der deutsche Wettbewerber Nordex heimste international mehr Aufträge ein, verbuchte aber wegen des Preisdrucks und scharfen Wettbewerbs einen Verlust im ersten Halbjahr. Der Branche machen in Deutschland die 2017 eingeführten öffentlichen Ausschreibungsverfahren zu schaffen. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge