Bauindustrie

Gewinneinbruch im ersten Halbjahr beim Bauriesen Porr

Vor allem wegen schwächerer Verdienste in Deutschland und in Katar verzeichnet der zweitgrößte österreichische Baukonzern Porr einen deutlich gesunkenen Gewinn im ersten Halbjahr. Dagegen ist die Bauleistung um ein Fünftel auf über zwei Milliarden Euro gestiegen.

Bauindustrie Porr Standort Wien Deutschland Katar

Die Gewinne des Baukonzerns Porr sind heuer im ersten Halbjahr nach unten gegangen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 18 Prozent auf rund 55,4 Mio. Euro, der Gewinn vor Steuern (EBT) brach um 88 Prozent auf rund 2,5 Mio. Euro ein, wie aus den vorläufigen ungeprüften Berechnungen des Konzerns hervorgeht.

Gesamtergebnis für 2017 "leicht unter dem Vorjahr" erwartet

Der Rückgang resultiere "vor allem aus schwächeren Ergebnisbeiträgen in Deutschland und in Katar", lautet die Begründung für das deutlich schwächere Ergebnis, teilte die Porr mit.

In Katar führten die politischen Turbulenzen zu erhöhten Kosten durch komplexere Logistik- und Beschaffungsprozesse. Es liefen aber alle Projekte planmäßig. In Deutschland kommen offenbar "der rasche Ausbau zu einer flächendeckenden Präsenz und die Integration" sehr teuer.

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Bauleistung steigt stark

Positiv entwickelte sich im ersten Halbjahr hingegen die Produktionsleistung, die um 21 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro stieg. Auch der Auftragsbestand habe sich per Ende Juni gegenüber dem Vorjahresstichtag von 5,5 auf 5,7 Mrd. Euro ausgeweitet und einen "historischen Höchststand" erreicht. Der Auftragseingang legte den Angaben zufolge um 14 Prozent auf 2,91 Mrd. Euro zu.

Für das Gesamtjahr 2017 rechnet das Management des zweitgrößten österreichischen Baukonzerns - bei unveränderten Rahmenbedingungen - mit einem Ergebnis "leicht unter Vorjahr". Die Produktionsleistung werde voraussichtlich "stark wachsen". (apa/red)

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