VW-Skandal

Gericht stellt sich an die Seite von VW-Importeur Porsche Austria

Vor dem Landesgericht Wels sind zwei Kläger abgeblitzt, die wegen der Abgasmanipulationen des Volkswagen-Konzerns eine Rückkehr ihrer Fahrzeuge gefordert hatten. Der zuständige Richter hatte dafür wenig Verständnis.

Für Volkswagen und dessen Generalimporteur in Österreich, Porsche Austria, heißt es zumindest hierzulande: eins zu null. Im Zuge der Klagewelle gegen Volkswagen wegen der manipulierten Abgaswerte haben auch hierzulande zwei Besitzer geklagt. Sie forderten eine Rücknahme ihrer Autos, eines VW Tiguan und eines Audi Q3. Doch das Landesgericht Wels sah das anders, wie der "Trend" berichtet.

Die Begründung des Richters: Die Fahrzeuge weisen derzeit weder einen Sach- oder Rechtsmangel auf und können ohne Einschränkung verwendet werden. Es drohe weder die Gefahr, dass die Zulassung entzogen werde, noch sei ein sogenannter "merkantiler Minderwert" feststellbar, also etwa ein außerordentlicher Werteverlust beim Verkauf am Gebrauchtwagenmarkt.

Der "latente Mangel" der umstrittenen Motorsoftware sei geringfügiger Natur und könne durch die Nachrüstung in VW-Werkstätten behoben werden (Gewährleistung).

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Sollten sich allerdings messbare Änderungen bei Verbrauch oder Leistung feststellen lassen, wäre erneut ein Klagsgrund gegeben. (apa/red)

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