Generation 2020: F. Peter Mitterbauer - der Internationalist

Ludwig Scharinger, Veit Sorger, Christian Konrad und viele mehr: Der heimischen Wirtschaft steht 2012 ein einmaliger Generationenwechsel bevor. Wer wird in den kommenden Jahren das entstehende Vakuum füllen? Wer sind die Jungen, die das Potenzial haben, bis 2020 an die absolute Spitze vorzustoßen? Wo die High Potentials unter den TOP-1000 Industriemanagern des Landes stehen. Von Maike Seidenberger

Ähnlich viel Selbstständigkeit wie Oswald fordert auch F. Peter Mitterbauer von seinen Leuten. „Wir wollen Erfolgssucher, nicht Misserfolgsvermeider.“ So sieht sich der 36-Jährige, der im Vorstand des Zulieferkonzerns Miba seit Februar das Geschäftsfeld Reibbeläge verantwortet, selbst, so führt er seine „Mibarianer“: „Ich will nicht, dass alles zu mir rückdelegiert wird.“ Nachsatz: „Meine Bürotür ist immer offen.“ 
Dass er einer Dynastie angehört, zeigt sich nur im Umgang mit dem eigenen Namen: In den offiziellen Dokumenten heißt der jüngste Miba-Vorstand Franz- Peter Mitterbauer. Für den Firmengebrauch dagegen trennen nur Anfangsbuchstabe und Punkt F. Peter Mitterbauer von der Verwechslung mit seinem Vater Peter, der das oberösterreichische Familienunternehmen in zweiter Generation führt. Berührungsängste mit externen Managern im Familienkonzern kennt er nicht. „Bei uns entscheiden nicht zwei, drei Familienmitglieder im stillen Kämmerlein. Bei der Strategieentwicklung bis 2015 war mein Vater bewusst nicht dabei. Der Kopf eines Unternehmens kann nicht alles entscheiden, nur das große Bild vorgeben.“
Damit sein eigenes Bild groß genug wurde, zog es den jungen Mitterbauer zunächst einmal vom Miba-Stammsitz Laakirchen fort. „Mir war es wichtig, flügge zu werden und etwas Eigenes zu machen.“ Für ihn waren das Berufsjahre als Asien-Vertriebsleiter von Stölzle Oberglas und davor beim deutschen Automobilzulieferer Webasto. Der Rückweg ins Familienunternehmen führte über China, wo er eine Miba-Vertriebsniederlassung aufbaute. Nach seiner Rückkehr nach Österreich schlug die Krise zu. „Da konnte ich binnen zwei Jahren lernen, worauf andere Jahrzehnte gewartet haben.“ Teamgeist inklusive: „So etwas schweißt die Mannschaft zusammen.“

Fortsetzung auf Seite 6: Kari Kapsch - der Antreiber.

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