Logistik

Gebrüder Weiss bauen durch Zukauf in Süddeutschland stark aus

Mit dem Zukauf der Spedition Lode verdichtet der Vorarlberger Logistiker sein Landverkehrsnetz in der Region. Warum derzeit keine Angaben zum Volumen der 100 Prozent-Übernahme veröffentlicht werden.

Gebrüder Weiss Lode GmbH Logistik Firmenübernahmen Wolfram Senger-Weiss

Der Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss übernimmt zum 1. Oktober die bayrische Spedition Lode GmbH. Mit dem auf Landverkehr, Distributions- und Lagerlogistik sowie Sonderservices spezialisierten Familienunternehmen in Waldkraiburg wolle man in Süddeutschland weiter wachsen, hieß es in einer Aussendung von Gebrüder Weiss am Donnerstag. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

"Das Serviceportfolio der Spedition Lode passt perfekt in unser süddeutsches Landverkehrsnetz. Gemeinsam mit den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir das Potenzial des Standorts weiterentwickeln und unser Stückgutnetzwerk verdichten", so Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss. Der Vorarlberger Logistiker sah in dem Zukauf des 70 Kilometer östlich von München gelegenen Standorts eine Ergänzung zum engen Netz an süddeutschen Landverkehrs-Niederlassungen, die Gebrüder Weiss in Aldingen, Esslingen, Lindau, Memmingen, Nürnberg und Passau betreibt. 60 Mitarbeitende wechselten damit unter das Dach von Gebrüder Weiss.

Als Gesellschafter des 24plus logistics network sei Lode in ein flächendeckendes Stückgutnetz eingebunden. Unter der Leitung des bisherigen Mitinhabers Rüdiger Lode werde das neue Tochterunternehmen zunächst unter dem Namen GW Lode GmbH auftreten. "Unter dem Dach von Gebrüder Weiss eröffnen sich der Spedition Lode neue Wachstumsperspektiven", so Lode.

White Paper zum Thema

Im Juni hast das Unternehmen bereits einen Logistiker mit 100 Mitarbeitern in Bulgarien übernommen. Der Vorarlberger Logistiker baut damit seine Position in der Region deutlich aus. Die Einheit in Bulgarien werde mit der Übernahme verdoppelt, so Konzernchef Wolfram Senger-Weiss.

In Kalsdorf bei Graz hat der Logistiker heuer ebenfalls einen neuen Standort eröffnet. 28 Millionen Euro wurden in den Bau des rund 700.000 Quadratmeter umfassenden Terminals investiert, das den zu klein gewordenen bisherigen Grazer Standort ersetzen wird. 180 Mitarbeiter werden in Kalsdorf beschäftigt. Graz sei für Gebrüder Weiss ein zentraler Umschlagpunkt Richtung Südosteuropa, hieß es in der Aussendung. Das Sendungsaufkommen im Landverkehr ist 2020 trotz Coronakrise gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen, wobei das Home Delivery-Geschäft mit einem Plus von 38 Prozent der stärkste Wachstumstreiber war. Ebenso positiv entwickelte sich der Bereich Logistiklösungen. (apa)

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