Anlagenbau

Gea bekommt weltweite Konjunkturflaute zu spüren

Schwache Märkte und die Verschiebung von Aufträgen drücken die Quartalszahlen des Anlagenbauers Gea nach unten. Konzernchef Jürg Oleas hält trotzdem an den Zielen für 2015 fest. Derzeit wird der Konzern "umstrukturiert" - tausende Mitarbeiter müssen gehen.

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Schwächelnde Milchmärkte und Auftragsverschiebungen haben dem Anlagenbauer Gea im dritten Quartal zugesetzt. Zudem belasteten Kosten für den Konzernumbau, wie der Konzern mitteilte. "Im abgelaufenen Quartal hat uns die konjunkturelle Eintrübung leider in vielen Bereichen erreicht", erklärte Konzernchef Jürg Oleas. Dennoch halte er an seinem Ergebnisziel für 2015 fest. Die bereits eingeleiteten Kostensenkungen zahlten sich aus. Das Umsatzziel hatte Oleas bereits Ende September wegen der weltweiten Konjunkturschwäche eingedampft.

Im dritten Quartal schrumpften die Erlöse um 3,4 Prozent auf rund 1,1 Mrd. Euro, der Auftragseingang sank um 8,5 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro. Einmalaufwendungen - die Kosten für den Umbau - schmälerten das operative Ergebnis (Ebitda) um 33 Millionen auf 110 Mio. Euro, bereinigt erreichte das Ebitda 144 (149) Mio. Euro. Vor Zinsen und Steuern brach der Gewinn um 28 Prozent auf 83,1 Mio. Euro ein.

Restrukturierungen und Kündigungen

Im Gesamtjahr peilt Oleas ein Ebitda von 590 bis 640 Mio. Euro an und ein moderates Umsatzwachstum durch Zukäufe und positive Währungseffekte. 2014 hatte der vor allem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer bei einem Umsatz von 4,5 Mrd. Euro ein Ebitda von 590,7 Mio. Euro verbucht.

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Gea will mit seinen Restrukturierungen bis 2017 jährlich 100 Mio. Euro einsparen. Wegen des Sparkurses werden 1.450 Stellen gestrichen. Seit Jahresbeginn fielen Firmenangaben zufolge bereits 300 Stellen weg. Aktuell beschäftigt Gea knapp 18.000 Mitarbeiter. (reuters/apa)

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