Wertschöpfungskette

Flextronics: Fließender Wechsel

Um Nachfrageschwankungen im Modulgeschäft abzufedern, krempelte Flextronics seine Prozesse um: Produktion und Lager sind nun in Kärnten die Ruhepole des Unternehmens.

Eine Bilderflut. Die erwartet Besucher im beschaulichen Althofen. Unzählige Elektronikkomponenten, darunter acht bis zehn Millionen GPS/GSM-Module, stellt das Kärntner Flextronics-Produktionswerk im Jahr her. Auf Rohprintplatten bringen Maschinen die Leitpasta auf, ein paar Meter weiter werden die Komponenten gesetzt. In Heller-Öfen verschmelzen die Teile dann bei Temperaturen von 260 Grad – ehe Tester die Qualität prüfen. Ein wenig ähnelt das einer Rutschbahn – automatisch gelangen die Teile von Station zu Station.

Produktionschef Siegfried Baumann weiß: Für Außenstehende ein ziemliches Faszinosum. Aber auch selber ertappte er sich zuletzt immer öfter bei stillen Momenten der Bewunderung. Denn die Ausschläge an den Beschaffungsmärkten sind für die Fertigung der Kärntner kein Problem – dank eingeführter Wertstromanalysen. „Sie spüren es sofort“, so Baumann verheißungsvoll: „Es herrscht eine unglaubliche Ruhe in der Produktion.“
Blütezeit. Und das, obwohl der Kärntner 800-Personen-Betrieb – im EMS (Electronic Manufacturing Service Provider)-Bereich führend – zuletzt die Gangart verschärfte. In den letzten acht Jahren, rechnet Produktionschef Baumann vor, habe sich das Volumen im Bereich der GPS/GSM-Module für Handy-Ortungssysteme und Breitband-Datenübertragung „verfünfzigfacht“.

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