Feuerfesthersteller Rath bereitet neue Zukäufe vor

Währungseffekte haben den Verdienst des Wiener Feuerfestkonzerns Rath im Vorjahr nach unten gedrückt. Für heuer erwartet der Hersteller ein deutliches Umsatzplus und plant auch Zukäufe.

Feuerfest Rath RHI Magnesita Ergebnisse Standort Wien

Der börsennotierte Feuerfestkonzern Rath hat im Vorjahr mehr Umsatz gemacht, wegen negativer Währungseffekte aber deutlich weniger verdient.

Unterm Strich blieben 2,37 Mio. Euro, nach 3,95 Mio. im Jahr zuvor. Der Gruppenumsatz kletterte indes um 8 Prozent auf 86,34 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 1,22 Mio. auf 6,24 Mio. Euro. Die Aktionäre sollen wieder eine Dividende von 0,75 Euro pro Aktie bekommen.

Fusion von RHI und Magnesita setzt Branche unter Druck

"Das Wirtschaftsjahr 2017 war ein äußerst erfolgreiches für die Rath Gruppe", heißt es im Geschäftsbericht. Für heuer erwartet das Unternehmen eine deutliche Umsatzsteigerung, auch Zukäufe seien geplant. "Diesbezüglich sind unsere Augen auf Europa und die USA gerichtet", schreibt der Vorstand im Geschäftsbericht.

Die Verschmelzung der beiden Feuerfestkonzerne RHI und Magnesita habe auch Auswirkungen auf das Geschäft der Rath-Gruppe. Fusionen wie diese seien "das Ergebnis aus einem Überangebot", die Branche befinde sich "weiterhin in einem stagnierenden und sich bereinigenden Absatzmarkt."

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Stärkste Märkte im deutschsprachigen Raum

Das meiste Geschäft machte der Konzern 2017 in Österreich und Deutschland, gefolgt von Ungarn und den USA. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 6,2 auf 7,2 Prozent.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich von 9,14 auf 10,4 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -311.000 auf -3,35 Mio. Euro. Das liege "im Wesentlichen in der Stärkung des Euros gegenüber dem US-Dollar begründet und stammt aus Fremdwährungsbewertung."

Eckdaten zum Unternehmen

Das Unternehmen Rath hat ihren Sitz in Wien, beschäftigt rund 550 Mitarbeiter und verfügt über eigene Werke in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA sowie über Vertriebsvertretungen in rund 30 Ländern. 

Rath hat sich auf feuerfeste Werkstoffe für Anwendungstemperaturen bis 1800 Grad Celsius spezialisiert. Produziert werden dichte Steine, Feuerleichtsteine, Betonformteile sowie Hochtemperaturwolle und Vakuumformteile. Dazu bietet das Unternehmen auch Planung, Montage, Baustellenüberwachung, Wartung und Reparatur an.

(red, apa)