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FBI ermittelt in den USA gegen Uber wegen Verdacht auf Spionage

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Der Fahrtenanbieter Uber steht im Verdacht, den Konkurrenten Lyft mittels einer Software ausspioniert zu haben. Ein Uber-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die US-Bundespolizei FBI diesem Verdacht nachgeht. "Wir kooperieren mit der Untersuchung", teilte er mit.

Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass der Fahrdienst eine Software mit dem Namen "Hell" (Hölle) eingesetzt habe, um heimlich Informationen über Fahrer einzuholen, die sowohl für Uber als auch Lyft arbeiten, und um die Routen von Lyft-Fahrern zu verfolgen sowie die dort verlangten Transporttarife auszuspähen. Die Software wird nach Angaben des Sprechers aber nicht mehr eingesetzt.

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Das Image von Uber ist bereits stark ramponiert. Unternehmenschef Travis Kalanick war im Juni nach Berichten über Sexismus und unfaire Arbeitsbedingungen sowie unter dem Druck einflussreicher Investoren zurückgetreten. Zum Nachfolger ernannte der Verwaltungsrat Ende August den bisherigen Leiter des Online-Reisebüros Expedia, Dara Khosrowshahi. (afp/apa/red)