Luftfahrtmesse

Farnborough brachte Deals in Rekordhöhe

Aussteller der größten Luftfahrtmesse Europas ziehen eine überaus positive Bilanz: Während der Schau im britischen Farnborough wurden weit mehr als tausend Flugzeuge, Triebwerke und Services um knapp 150 Milliarden Euro verkauft. Das ist bisheriger Rekord.

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Auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough haben die Aussteller in diesem Jahr so gute Geschäfte gemacht wie nie zuvor. In der Summe hätten die abgeschlossenen Verträge und Vorverträge ein Volumen von 201 Mrd. Dollar (148,61 Mrd. Euro), teilten die Veranstalter mit, das sei Rekord. Die Messe fand südwestlich von London statt.

Die Farnborough International Airshow findet alle zwei Jahre abwechselnd mit der Schau im französischen Le Bourget statt. Beide Veranstaltungen sind in ihrem Jahr die jeweiligs größte Luftfahrtmesse in Europa.

"Es gibt schon einen Rückstau bei Bestellungen"

Heuer wurden 1.100 Flugzeuge im Gesamtwert von 152 Mrd. Dollar (112,38 Mrd. Euro) verkauft, dazu kamen Triebwerke und Verträge über Serviceleistungen. Mehr als 100.000 Besucher sahen die ausgestellten Jets, Hubschrauber und Drohnen auf dem Boden und in der Luft.

Als positives Signal für die gesamte Luftfahrtbranche wertete Messe-Chef Shaun Ormrod von Farnborough International Ltd (FIL) die Zahlen. "Es gibt schon jetzt einen Rückstau bei Bestellungen und diese zusätzlichen Bestellungen werden die Hersteller im Geschäft halten und für einige Jahre Arbeitsplätze sichern", sagte er.

Airbus kassiert mehr als Boeing

Den Löwenanteil der Flugzeuge schlugen die beiden Marktführer Boeing und Airbus los. Vor allem die spritsparenden Neuauflagen der Mittel- und Langstreckenjets A320 und A330 mit dem Beinamen "neo" liefen bei Airbus hervorragend, über 500 Maschinen schlossen die Europäer Verträge oder Vorverträge ab.

US-Rivale Boeing kam auf gut 200 Flugzeuge. Trotzdem liegen die Amerikaner in der Auftragsbilanz für dieses Jahr weiter vorn.

Kampfjets von innen und außen

Beim Publikumswochenende ging es dann weniger ums Geschäft und mehr ums Vergnügen: Die Besucher konnten Kampf- und Ziviljets von innen und außen begutachten, es gab Auto-Stuntshows und eine Ausstellung zum Thema "100 Jahre Luftfahrtgeschichte" mit Luftfahrzeugen aus jedem Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts. (dpa/apa/pm)