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Fachkräftemangel: Löhne in Ungarn steigen deutlich an

In Ungarn steigen heuer die Grundgehälter deutlich stärker an als im Vorfeld erwartet. Die durchschnittliche Bandbreite reicht von 11.000 bis 83.000 Euro. Ein wichtiger Faktor ist der zunehmende Mangel an Fachkräften.

In Ungarn steigen heuer die Grundgehälter um sechs Prozent an, womit die Prognosen erheblich übertroffen werden. Allerdings unterliegen die Gehaltssteigerungen "deutlichen regionalen Unterschieden", so das Ergebnis einer Studie der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK) und der Personalberatung Kienbaum.

Der Trend wird 2018 weitergehen

Einfache Angestellte erhalten in Ungarn ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 10.600 Euro. Geschäftsführer verdienen heuer im Durchschnitt knapp 83.000 Euro im Jahr. Wobei variable Vergütungskomponenten in Ungarn sehr weit verbreitet sind. Über 75 Prozent aller Führungskräfte und jeder zweite Mitarbeiter erhält eine Prämie oder einen Bonus. Für 2018 rechnen die Firmen nicht mit einem nachlassenden Lohndruck.

Fachkräftemangel als wachsendes Problem

Schlechte Nachrichten gibt es für österreichische Firmen, die aufgrund des Fachkräftemangels in einzelnen Branchen auf Nachschub aus den angrenzenden Ländern hoffen: Von den befragten ungarischen Unternehmen gaben über 70 Prozent an, dass die Verfügbarkeit von Fachkräften mangelhaft oder ungenügend sei.

"Diese Einschätzung bestätigt Ergebnisse anderer Umfragen, die die DUIHK in jüngster Zeit durchgeführt hat, und verdeutlicht, dass der Fachkräftemangel im Lande Risiken für die konjunkturelle Entwicklung mit sich bringen kann", sagte Dirk Wölfer, Bereichsleiter Kommunikation der DUIHK.  (APA/red)